Home
Über mich
Dormagen-News Archiv
Auto + Verkehr
Impressum/AGB


Der Deich bei Zons © Foto: Friedhelm Holleczek


Schmutz im Trinkwasser?

Dormagen, 1. Juli 2016 – Und wieder hat die Ge­schäfts­füh­rung der Kreiswerke Gre­ven­broich GmbH sich nicht ge­traut, unerwünschte, kritische Fragen von Journalisten zu be­ant­wor­ten. Zum wie­der­hol­ten Male fiel eine ent­spre­chen­de Bilanz-Pres­se­kon­fe­renz aus. Sonst nutzt man doch jede Gelegenheit, sein strahlendes Gesicht in eine Kamera zu halten, und sei das Ereignis noch so unwichtig.
Der Geschäftsführer Stefan Stelten (Jahresgehalt 2015 gemäß Geschäftsbericht: 153.870,33 Euro ein­schließlich Sachleistungen z.B. Dienstwagen) er­laubte sich sogar in anderem Zusammenhang, einen Ein­zel­nen aus dem Berufsstand als „Schmierfinken“ zu be­zeich­nen. Stattdessen legten die Kreiswerke Gre­ven­broich eine zwar umfangreiche, aber nur die Sicht­wei­se von Geschäftsführung und Aufsichtsrat be­schö­ni­gende Darstellung des Geschäftsverlaufs 2015 in schriftlicher Form vor. Das entspricht wohl dem ei­gen­en Selbstverständnis des Mo­no­pol­an­bie­ters für Trinkwasser für etwa die Hälfte der Be­woh­ner des Rhein-Kreises Neuss, dem auch keiner der 26.998 Dor­ma­gener „Anschlusspflichtigen“ entgehen kann.
Immerhin, so viel kann man im Geschäftsbericht nach­le­sen: „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2004 und damit nun bereits seit 12 Jahren un­se­ren Wasserpreis nicht verändert haben. Diese Sta­bi­li­tät ist ein Kennzeichen unseres Unternehmens und nicht selbstverständlich. Aufsichtsrat, Ge­schäfts­füh­rung und die engagierten Mitarbeiter der Kreiswerke Grevenbroich GmbH stehen für diese erfolgreiche Ar­beit im Interesse unserer Kunden in den ver­gan­gen­en Jahren. Eine solche besondere Preispolitik hat auch in der Zukunft Bestand.“ Die letzte Aussage ist ja wohl ein Versprechen, dass die Preise auch in naher Zu­kunft nicht steigen werden. Ob das auch für Dor­ma­gen gilt, ist offen, denn ab dem 1. Januar 2017 über­nimmt die evd (Energieversorgung Dormagen GmbH) hier die Trinkwasserversorgung.
Nicht gestellt werden konnte zum Beispiel die Frage, ob die Beteiligung der Kreiswerke Grevenbroich an der IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Was­ser­for­schung gemeinnützige GmbH, die gleichzeitig mit dem Gesundheitsamt der Rhein-Kreises Neuss die Wasserqualität überprüft, nicht zu In­ter­es­sen­konflik­ten führen kann. Die Kreiswerke Grevenbroich GmbH gehört der Verwaltungsgesellschaft des Rhein-Krei­ses Neuss, die eine 100-Prozent-Tochter des Rhein-Krei­ses Neuss ist, zu dem ebenfalls das Ge­sund­heits­amt gehört. Wer kennt nicht den Spruch: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Woanders nennt man das Vetternwirtschaft.
Auch nicht gefragt werden konnte, was man mit der um 1,7 Millionen Euro auf jetzt 21,3 Millionen Euro erhöhten Rücklage (Eigenkapitalquote 71 Prozent) ge­plant ist. Seit Jahren verweigert man Antworten, denn: „Neben den allgemeinen Risiken in der Was­ser­ver­sor­gung (z.B. Wasserverunreinigungen, Rohr­brü­che) bestehen keine nennenswerten un­ter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Risiken“, steht im Geschäftsbericht.
Interessant wäre auch die Frage, warum Ge­schäfts­führer Stelten im Jahr 2015 eine (kleine) Ge­halts­er­hö­hung (im Jahr 2014 waren es satte 8,5 Prozent) be­kom­men hat, das Gehalt des weiteren Ge­schäfts­füh­rers Ingolf Graul, der gleichzeitig Kämmerer des Rhein-Kreises Neuss ist, mit 4.696,80 Euro im Jahr unverändert geblieben ist. Hat diese Regelung Leis­tungs­be­zug?
Die Kreiswerke Grevenbroich haben im Jahr 2015 Mit­ar­bei­terdarlehen in Höhe von 68.000 Euro (Vor­jahr 64.000 Euro) ausgegeben. Wie hoch ist der Zinssatz? Sind die Darlehnsnehmer in Lei­tungs­funk­tionen?
Die Beteiligung der Öffentlichen Hand an pri­vat­wirt­schaft­lich organisierten Unternehmen mag sinnvoll sein. Oft wird sie missbraucht, um Schat­ten­haus­hal­te zu verschleiern, um „verdiente“ Mitarbeiter oder Freun­de (Geschäftsführer Stelten war früher So­zial­de­zer­nent im Rhein-Kreis Neuss) zu versorgen oder abzuschieben und um sich hinter dem gesetzlichen Schutz einer GmbH um Auskunftspflichten he­rum­zu­drücken.
Wie wir wissen, sind lange nicht alle GmbH-­Ge­schäfts­führer „Gutmenschen“. Deshalb sollte ihnen im Detail auf die Finger geschaut werden. Skandale gibt es zu Hauf. „Schmierfinken“ können halt ziemlich unangenehm sein und den „guten Ruf“ be­schmut­zen.



Abschied von Kai Uffelmann

Dormagen, 29. Mai 2015 – Die Goldene Mün­ze der Stadt Dormagen gab’s zum Abschied für den ausscheidenden Ersten Bei­ge­ord­ne­ten Kai Uf­felmann (Foto). Ab dem kom­men­den Montag sitzt er auf sei­nem neuen Sessel als Kreisrat in Winsen an der Luhe (bei Ham­burg).



Die Belle Étage in dritten Stockwerk des Rathauses war nicht wiederzuerkennen. Wo sonst büro­kra­ti­sche, nüchterne und geschäftige Sachlichkeit herrscht, war ein meterlanges Buffet mit Fingerfood und einer leckeren heißen Suppe aufgebaut. Kölsch, Sekt und Antialkoholisches wurde gereicht. Im ehe­ma­ligen Ratssaal sammelte sich die Crème de la Crème aus Dormagen und Umgebung dicht an dicht. Die Na­mensliste der Prominenten würde hier den Rah­men sprengen. Alle waren gekommen, um sich persönlich zu verabschieden von einem gebürtigen Frankfurter mit mün­sterländer Ambitionen, der sich nach einer vier­jäh­rigen Zwischenstation in Dor­ma­gen anschickt, den hohen Norden zu erobern.
Dort will er künftig Wurzeln schlagen, seine Karriere fortführen. Die Weichen für ein Eigenheim für sich und seine Familie sind schon gestellt, in gut er­reich­barer Fahr­rad­nähe (trotz Dienstwagen) zur Kreis­ver­waltung, seinem neu­en Dienstsitz. Das war ein Ab­schied mit vielen la­chen­den Augen, zwischendurch auch mal einem ern­sten, fast traurigen Ge­sichts­aus­druck des zu Ver­ab­schiedeten und einer launigen, freundschaftlich ge­präg­ten Rede von Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, der ihm neben der wertvollen Ge­denk­mün­ze als Andenken an sein Schaffen in Dor­ma­gen einem Südwester (wasserdichte Kopfbedeckung für See­fah­rer, wird meist aus Öltuch hergestellt) gegen er­wart­bare stürmische Zeiten nahe der Meere und an der Elbe überreichte.

Das Personalkarussell
im Rathaus dreht sich

Dormagen, 9. April 2015 – Bürgermeister Erik Lierenfeld muss handeln. Der Weggang des Ers­ten Beigeordneten und Kämmerers Kai Uf­felmann per 31. Mai zum Landkreis Har­burg (bei Hamburg) löst in der Stadt­ver­waltung eine gan­ze Rei­he von Veränderungen aus. Erik Lie­ren­feld will entgegen früherer SPD­-Meinung die Chance nutzen, die Ver­wal­tungs­spitze auf nur noch drei Personen zu ver­kleinern – Bür­ger­meister und zwei Bei­ge­ordnete als Wahl­be­amte. Damit fielen län­ger­fristig die von Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoff­mann als „Not­lö­sung“ eingeführten De­zer­nen­ten­stellen weg – eine Einsparung von rund 120.000 Euro an Personalkosten im Jahr und gleichzeitig Weg­fall einer Hierarchieebene.
Da es bis zur Wahl eines Nachfolgers von Kai Uf­fel­mann durchaus Jahresende sein könnte, muss der Ge­schäftsverteilungsplan geändert werden, damit der „Laden“ weiterlaufen kann. Erste Nutznießerin ist die jetzige Dezernentin Tanja Gaspers. Sie über­nimmt ab 1. Juni die Kämmerei als Dezernentin und wird damit verantwortlich für den kommenden Haus­haltsplan. Vorgesehen ist, sie später auch zur Bei­ge­ord­neten und Kämmerin aufzuwerten. Ab­wan­de­rungs­gelüste habe sie, so der Bürgermeister, dann wohl nicht mehr. Denn ihr Karriereziel, Wahlbeamtin zu werden, sei ja erst einmal erfüllt.
Auch Dezernent Gerd Trzeszkowski wird al­ters­be­dingt spätestens am 30. April 2017 ausscheiden. Das sei jetzt schon abzusehen. Bis dahin soll er ab 1. Juni zum weiteren allgemeinen Vertreter des Bür­ger­meis­ters ernannt werden, um mindestens drei hand­lungs­fähige Personen in der Verwaltungsspitze zu haben.
Die Lücke in der obersten Verwaltungsebene soll ein neuer Erster Beigeordneter auffüllen. Der Rat soll in seiner Sitzung am 21. April die Aus­schrei­bungs­un­terlagen beschließen. Gesucht wird idealerweise ein Volljurist, der nach den jetzigen Plänen die Be­rei­che Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr und Ret­tungs­dienst, Bildung und Kultur, Jugend, Soziales, Woh­nen und Schule und die Aufsicht über den Dor­magener Sozialdienst übernehmen und als all­ge­meiner Ver­tre­ter des Bürgermeisters fungieren soll.
Ausdrücklich erwünscht seien auch Bewerbungen von Frauen. Es bestünde also die theoretische Chan­ce, dass die künftige Verwaltungsspitze zu zwei Dritteln mit Frauen besetzt ist. Damit wäre die von oben verordnete Frauenquote deutlich übererfüllt. Für Erik Lierenfeld als dann möglicher „Hahn im Korb“ viel­leicht eine verlockende Vorstellung.
Dem Vernehmen nach ist allerdings parteiintern schon alles klar: In Köln steht wohl schon ein Wunsch­kandidat der SPD in den Startlöchern. Ent­scheiden über die Besetzung der Stelle wird al­ler­dings der Rat. Die Vorauswahl trifft eine Fin­dungs­kom­mission aus Vertretern aller Ratsparteien.
Die Stellenausschreibung soll kostengünstig gestaltet werden. Eine Unternehmensberatung (mit Kosten von rund 50.000 Euro) soll nicht eingeschaltet wer­den. Einzig Anzeigen in der FAZ und in einschlägigen Internetportalen und auf der Homepage der Stadt Dormagen sollen die Kosten auf rund 9.000 Euro be­grenzen.

Lierenfeld BM-Kandidat der SPD

Dormagen, 18. Januar 2014 – Nun hat sich auch die SPD entschieden. Ratsherr Erik Lie­renfeld soll demnächst von der Mit­glie­der­ver­sammlung zum Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten in Dormagen nominiert werden, teilte die SPD gestern mit.
Der Politik-Youngster Lierenfeld (27 Jahre alt) be­kleidet derzeit nebenbei hier das Amt eines stell­ver­tretenden (ehrenamtlichen) Bürgermeisters und ist gleichzeitig Stadtverbandsvorsitzender seiner Partei. Er tritt gegen den starken CDU-Kandidaten und jet­zi­gen hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Dor­ma­gen, Peter-Olaf Hoffmann und den Zentrums-Kan­di­da­ten Hans-Joachim Woitzik am 25. Mai zur Wahl um den Posten des zukünftigen Ver­wal­tungs­chefs im Rathaus an.

Förderverein spendet Musikinstrumente

Dormagen, 12. Mai 2013 - Auch in diesem Jahr schenkt der Förderverein der städ­ti­schen Musikschule Musikinstrumente im Wert von fast 3.700 Euro. Das teilte der Vor­sit­zende des Fördervereins der Musikschule, Wolfgang Horst, in der letzten Vorstands­sit­zung mit. Und das solle auch in den kom­menden Jahren so bleiben.
So kann sich Bärbel Hölzing, Leiterin der Musik­schule, darüber freuen, dass auf ihren Vor­schlag hin der Förderverein Instrumente im Wert von 1.800 Euro für das laufende Jahr bewilligt hat.
Mit einem Zuschuß wird man auch die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Dormagen - St. An­dré unterstützen. Es sei ein Auftritt des Mu­sik­schul­orchesters mit etwa 40 Jugendlichen in der Part­ner­stadt fest eingeplant.
Positiv wurde die Teilnahme am „Kulturrucksack“ der beiden Städte Dormagen und Monheim begrüßt. Hier bereichert die Mu­sik­schule mit zahlreichen Dar­bie­tungen das Kul­tur­pro­gramm beider Städte.
Am 7. Juli steht das traditionelle Musikschulfest an der Langemarckstraße auf dem Programm. Erst­ma­lig wird eine Hüpfburg neben anderen Attraktivitäten das Rahmenprogramm erweitern, konnte Kristin Schulz, stellvertretende Vorsitzende, stolz ver­mel­den. Er­war­tet werden auch wieder zahlreiche Auf­tritte von En­sem­bles und Gruppen der Musik­schule Dormagen. Es wird eine Leistungsschau der Musiker der städtischen Kultureinrichtung werden. Alle Bür­gerinnen und Bür­ger sind herzlich eingeladen.

Dipl. Ing. Klemens Diekmann
wird neuer evd-Geschäftsführer

Dormagen, 13. Januar 2013 – Der zukünftige Chef in der evd (Energieversorgung Dor­ma­gen GmbH) hat jetzt auch ein Gesicht: Der Aufsichtsrat des örtlichen Energie- und Was­serversorgers hat sich in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten für Dipl. Ing. Klemens Diekmann (49, Foto rechts) entschieden.
Der Vertrag sei bereits unterschrieben, verkündete Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann heute beim Neujahrsempfang der Stadt im Leibniz-Gynasium vor mehreren hundert geladenen Gästen.
Klemens Diekmann war seit 2009 Geschäftsführer bei den Stadtwerken in Haltern am See (nördliches Ruhrgebiet). Er löst den nach 28 Jahren auf eigenen Wunsch vor dem eigentlichen Vertragsende aus dem Amt scheidenden jetzigen Geschäftsführer Rudolf Esser spätestens zum 30. Juni des Jahres ab. Wann Klemens Diekmann genau nach Dormagen kommt, entscheidet sein bisheriger Brötchengeber mit der entsprechenden Freigabe. Diekmann möch­te auf jeden Fall vorher die Gelegenheit nutzen, sich hier einzuarbeiten. Da die Stadt Dormagen die Mehrheit (51 Prozent) an dem örtlichen Versorger hält, freut sich (nicht nur) Kämmerer Kai Uffelmann (Foto links) auf frischen Wind in der städtischen Toch­ter­ge­sell­schaft.

BI BAD sammelt 6.631 Unterschriften

Dormagen, 18. Oktober 2012 – Die BI BAD hat heute vier Aktenordner mit insgesamt 6.631 Unterschriften zu ihrem Bür­ger­begehren an Bürgermeister Peter-Olaf Hoff­mann über­ge­ben. Nun muss der Stadtrat am 6. November über das Anliegen von Elke Zaum, Kerstin Born (Foto v.l.) und ihren Mitstreitern aus Nievenheim entscheiden, ob das dortige Hallenbad erhalten bleibt und in einen ak­zeptablen Zustand versetzt werden soll.
Lehnt der Rat das Bürgerbegehren in seiner näch­sten Sitzung am 6. November ab – wie schon am 1. Oktober den Antrag zur Römer Therme – findet ein Bürgerentscheid innerhalb einer Drei-Monats-Frist bis spätestens 6. Februar 2013 in Dormagen statt. Das wäre dann der zweite in der Stadt­ge­schichte. Kerstin Born: „Wir wollten keinen Bür­gerentscheid in der Weihnachtszeit. Deshalb ge­ben wir die Unterschriften auch erst heute ab.“
„Die Verwaltung wird die Unterschriften bis zur Rats­sitzung geprüft haben. Dann entscheiden die Politiker, wie es weitergeht.“ erläutert Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoffmann die kommenden Schrit­te.
Die BI BAD hatte bereits in den ersten Tagen ihrer Aktion in Nievenheim und der näheren Umgebung mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt. „Da aber ganz Dormagen entscheiden sollte, haben wir da­nach auch alle anderen Stadtteile besucht und bei der Bürgern nachgefragt.“ verrät Kerstin Born über das Zustandekommen der Listen. Allein rund um das Einkaufszentrum an der Mathias-Giesen-Straße sind an nur zwei Aktionstagen der Bürgerinitiative mehr als 1.500 Unterschriften von Befürwortern zusammen gekommen. Im Gegensatz zum Bür­ger­antrag zur Römer Therme steht kein mit­glieder- und fi­nanz­star­ker Verein mit wirt­schaft­lichen Interessen hinter den Aktivisten aus Nie­venheim. Alle Aktionen der BI BAD werden aus Privatschatullen bezahlt. Dabei wurden sie sogar von Bürgern aus dem Neusser Süden personell unterstützt.



Vandalen beschädigten mindestens neun Pkw

Dormagen 31. März 2013 - In der Nacht zum Oster­sonntag wüteten Vandalen in Nie­ven­heim. Sie beschädigten mutwillig zahl­rei­che Pkw. Die Spur der Schäden zieht sich von der Straße „Am Norfbach“ über die Straße „Auf der Hardt“ bis zur Koniferen- und zur Pla­ta­nen­straße.
Mutwillig wurden Spiegel abgetreten und andere Schäden verursacht. In vielen Fällen deutet die Spu­renlage darauf hin, dass die Täter über die Fahrzeuge gelaufen sind und dadurch erhebliche Schäden ver­ur­sacht haben. Bisher wurden der Po­li­zei neun Fälle bekannt.
Ersten Ermittlungen zufolge dürfte es sich bei den Tätern um drei Jugendliche handeln, die in der Nacht gegen 03:30 Uhr im Bereich „Am Norfbach“ und „An der Birk“ beobachtet wurden. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, sollte sich mit der Polizei im Rhein-Kreis-Neuss, Telefon 02131 3000 in Ver­bindung setzen.

Falscher Wasserwerker unterwegs

Dormagen, 23. Juli 2012 - Ein unbekannter Mann klingelte vergangenen Samstag vor­mit­tags an der Wohnungstür einer Seniorin auf der Langemarkstraße und gab sich als Mit­ar­beiter der „Wasserwerke NRW“ aus. Er zückte kurz einen Ausweis, vermittelte einen se­ri­ösen Eindruck und verschaffte sich so Zugang zur Wohnung der älteren Frau.
In einem unbeobachteten Moment durchsuchte der Unbekannte das Schlafzimmer nach Wertsachen und ließ eine Schmuckschatulle mitgehen. Nachdem er das Haus verlassen hatte, wurde die Seniorin misstrauisch und stellte fest, dass sie einem drei­sten Trickdieb aufgesessen war. Die eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: Circa 40 Jahre alt, schlanke Figur, bekleidet mit Jeans, T-Shirt, schwarz-weißen Turnschuhen und Base­ball­cap. Er sprach hochdeutsch und hatte ein gepflegtes Er­scheinungsbild.
Hinweise zur verdächtigen Person oder möglichen anderen Opfern des Trickdiebes unter der Te­le­fon­nummer 02131 3000 an die Polizei.


Deichsanierung: Bezirksregierung verweist auf die Wirtschaftlichkeit

Werden Wünsche

wirklich wahr?

Dormagen, 1. Juli 2016 – Mit voller Hingabe werkeln der Deichverband Dormagen / Zons und die Planer Dr. Nor­bert Brauer und Dipl.-Ing. Henjörg Hahn nun schon seit Jahren an den Vorschlägen, den Hoch­was­ser­schutz am 15 Kilometer langen linksrheinischen Ab­schnitt zwischen der Kölner und der Neusser Stadt­gren­ze wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Im Durchschnitt müssen die Schutzbauwerke um bis zu zwei Me­ter erhöht und zusätzlich an neue Ertüchtigungsregeln an­ge­passt werden. Die Bevölkerung soll so vor den gewaltigen Schäden, die ein Jahrhunderthochwasser des Rheins an­rich­ten könnte, optimal geschützt werden. Maxime dabei für Deichgräf Reinhard Hau­schild und den Erbentag, dem „Sou­ve­rän“ des Deichverbandes, möglichst wenig Flächen, ins­be­son­de­re die der Landwirtschaft, zu verbrauchen. Ganz vermeiden wird sich das nicht lassen, denn es steht fest: Der Deich muss an etlichen Stellen höher und damit auch breiter werden.

Um den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten, sehen die bisherigen Beschlüsse des Erbentages im Rahmen der Vor­pla­nung auf etwa einem Drittel der Strecke die Ver­wen­dung von Spundwänden mit Mauerkronen vor. Nachteil: Ziemlich teuer; deutlich teurer als die Erhöhung des Erdwalls. Allerdings: So käme man möglichen Einsprüchen von Land­wir­ten und anderen An­lie­gern zuvor, die die Baumaßnahmen nachhaltig blockieren und um Jahre verzögern könnten. Ob alle Träger öffentlicher Belange, zum Beispiel der Natur- und Landschaftsschutz, den aktuellen Vor­stel­lungen zustimmen, steht auch noch in den Sternen. Sie sind in die Vorplanungen nicht eingebunden. Dafür wäre es im jetzigen Stadium der Planungen auch noch zu früh.

Nach derzeitigen Schätzungen belaufen sich die reinen Bau­kos­ten inzwischen auf rund 57 Millionen Euro und haben sich gegenüber dem Ursprungsansatz von 30 Millionen Euro fast verdoppelt. Hinzu kommen Planungs- und vor allem Grund­er­werbs­kos­ten in unbekannter Höhe. Nicht zu vergessen: Preis­stei­gerungen, bis der erste Bagger in vielen Jahren rollt.

Grundsätzlich bezahlen müssten das die zurzeit etwa 5.000 Zwangsmitglieder des Deichverbandes, die auch von den Schutz­maßnahmen profitieren. Natürlich fördert das Land NRW solche Maßnahmen – als freiwillige Leistung und damit ohne Rechts­anspruch. Aktuell in der Regel mit 80 Prozent. Bei einer anhaltend miesen Haushaltslage im Land ist diese För­der­quo­te aber nicht in Stein gemeißelt. Der Landesetat weise für das Jahr 2016 für alle der­artigen Maßnahmen insgesamt nur etwa 40 Millionen Euro aus, hieß es. Da könne man sich leicht ausrechnen, wann För­der­mittel davon für Arbeiten in Dormagen zur Verfügung stünden.

Und hier liegt die Hauptschwierigkeit: Nicht alles, was mach­bar und wünschenswert wäre, wird gefördert. Das musste Deichgräf Reinhard Hauschild schmerzvoll aus einem Ge­spräch am 24. Mai bei der Genehmigungs- und Be­wil­li­gungs­be­hör­de, der Be­zirks­re­gie­rung in Düsseldorf, mitnehmen. Dort erklärte man, gefördert werden könnten nur solche Maß­nah­men, die anerkannten Re­geln entsprächen und be­reits am Rhein erprobt seien. Außerdem werde die Ge­samt­wirt­schaft­lich­keit bei der Zuschussbewilligung geprüft – im Klartext: keine „Luxussanierungen“. Im Einzelfall könne das für einen ganzen Abschnitt den Totalausfall der För­de­rung be­deu­ten, berichtete Hauschild dem Erbentag.

Für eine ins Auge gefasste neuartige mobile Hoch­was­ser­schutz­an­la­ge am Heckhof zwischen Zons und Stürzelberg zum Beispiel (Dormagen-News berichtete), treffe die För­de­rungs­fä­hig­keit nicht zu, erläuterte Tragwerksplaner Dr. Norbert Brauer in seinem Vor­trag. Also wurde die Idee vom Erbentag verworfen.

Deichgräf Reinhard Hauschild gibt sich kämpferisch zu­ver­sicht­lich: „Die letzten Entscheidungen fallen erst im Plan­fest­stel­lungs­ver­fahren und nach Bewilligung der Förderanträge. Wir haben stich­hal­tige Argumente für unsere Pla­nungs­ansät­ze. Die werden wir mit Nachdruck verteidigen.“ – getreu dem Motto: Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Hauptausschuss gibt Grünes Licht für eine privat­wirt­schaft­liche Lösung:

Das Standortmarketing soll stärker werden

Dormagen, 14. Juni 2016 – Der Hauptausschuss hat in sei­ner heutigen Sitzung dem Rat einstimmig em­pfoh­len, sich für die GmbH-Lösung in Sachen Wirt­schafts­för­de­rung und Stadtmarketing zu entscheiden. Jörg Lenn­hardt von der Beratungsgesellschaft Exper­Con­sult hatte die Überlegungen seit Monaten fachlich be­glei­tet. Er em­pfiehlt die Gründung einer GmbH statt einer "Amts­lösung". Das Stadt- und Standortmarketing sollten in die Wirtschaftsförderung integriert werden. In der privat­wirt­schaft­lichen Lösung sieht Lennhardt die günstigsten Zukunfts-Chancen: „So kann man ein Ver­mark­tungs­kon­zept für die Stadt entwickeln und das Angebot an Flä­chen und Immobilien verbessern.“ Ganz nebenbei könne man auf diese Weise die Vorsteuer (in der Regel 19 Prozent) sparen. Er ist überzeugt, dass sich seine Vor­stel­lun­gen mit insgesamt 9,5 Voll­zeit­stel­len umsetzen lassen.

Ein Teil der zukünftigen GmbH-Mitarbeiter kommt sicher aus der bisherigen Stadtverwaltung. Hier hat der Personalrat aber ein Wörtchen mitzureden. Denn die wechselnden Mit­ar­bei­ter sollen hinsichtlich beruflicher Sicherheit, Wahrung der Pen­sions­an­sprü­che und natürlich beim Gehalt nicht schlech­ter gestellt werden, als bisher.

Federn lassen muss auch die bisher schon stadteigene SVGD (Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft). Sie wird den das Stadt­marketing betreffenden Teil ihrer Aktivitäten an die neue Gesellschaft abgeben müssen. Auch hier werden Mitarbeiter betroffen sein. Und ob dann noch der Name SVGD Bestand haben kann, ist eher unwahrscheinlich.

Unausgesprochen blieb – wie bisher – die Kritik an den Lei­stun­gen der SVGD hinsichtlich des Stadtmarketings und der bis­he­rigen Wirtschaftsförderung im Rathaus. Denn sonst wäre ja niemand auf die Idee gekommen, eine neue In­sti­tu­tion zu schaffen. Und wenn es nur am mangelnden Personal gelegen hätte, was spräche gegen eine Aufstockung? So wählt man die teuere Lösung einer weiteren privatrechtlichen Ge­sell­schaft, mit neuem (auch nicht preiswerten) Ge­schäfts­füh­rer.

Ob da wohl jemand „versorgt“ werden soll? Um Gerüchten vor­zu­beu­gen, betonte Erik Lierenfeld ausdrücklich, er habe niemanden aus der Verwaltung für diesen (sicher gut do­tier­ten) Posten vor­ge­se­hen. Ob er schon eine andere konkrete Person im Auge habe, ließ er unerwähnt. Es heißt in ent­spre­chenden Kreisen, dass er persönlich eine weibliche Füh­rungs­kraft bevorzugen würde. Das fordert auch das Gleich­stel­lungs­ge­setz – bei gleicher Qualifikation der Bewerber.

Bürgermeister Erik Lierenfeld will schon zum 1. September des laufenden Jahres einen entsprechenden Geschäftsführer ein­stel­len. Die Gesellschaft – ein Name steht noch nicht fest – soll zum 1. Januar 2017 gegründet werden. Der neue Ge­schäfts­füh­rer soll auch am Konzept des Gesell­schaf­ter­ver­tra­ges mitarbeiten. Des­halb der frühe gewünschte Ein­stel­lungs­termin. Ob das zu halten sei, hänge von den Bewerbern ab.

Der zukünftige GmbH-Geschäftsführer soll Erfahrungen in der Wirtschaft gesammelt und gleichzeitig Verwaltungserfahrung ha­ben. Die Verwaltung habe das aber im Entwurf der Aus­schrei­bung der Stelle weggelassen, kritisierte Aus­schuss­mit­glied Hans-­Joachim Woitzik (Zentrum). Und die Piraten fühlen sich über­gan­gen bei der Besetzung eines zu bildenden Auf­sichts­rates, der die GmbH kontrolliert. Nach den Vor­stel­lun­gen der Verwaltung wird diese neue GmbH rund 150.000 Euro jährlich mehr kosten, als die bisherige Lösung mit Wirt­schafts­för­derung im Rathaus und Stadt­marketing bei der SVGD.

Einen Abend vor dem Hauptausschuss tagte die Mit­glie­der­ver­sammlung der City-Offensive Dormagen (CiDo). Eigentlich ver­folgt die CiDo ganz ähnliche Ziele, wie die neu zu grün­den­de städtische Gesellschaft. Allerdings mehr an kauf­män­ni­schen Interessen ausgerichtet. Als Konkurrent wird die neue städtische Gesellschaft aber nicht angesehen, eher als Be­rei­che­rung.

Der Verein hat rund 60 Mitglieder, überwiegend aus den Reihen der Dormagener Einzelhändler. Etwa 40 davon haben Geschäfte auf der Kölner Straße. Ziel ist die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt, um mehr Kunden anzulocken, mehr Umsatz in den Geschäften zu generieren. Das versucht man mit vielfältigen Ak­tio­nen. Ostermarkt, Frühlingsfest, Mi­cha­elis­markt und Weih­nachts­be­leuch­tung auf der „Kö“ sind nur einige davon.

Michaela Jonas, seit gut einem Jahr umtriebige Vorsitzende der ehemaligen Werbegemeinschaft, sieht die geplante Neu­grün­dung der Stadt sehr positiv: „Das kann uns nur un­ter­stützen. Was am Ende herauskommt, kann man aber noch nicht abschätzen.“ Der sehr aktive Verein steckt Spon­so­ren­gel­der und Mitgliedsbeiträge (Etat 2016: 33.400 Euro) in pub­li­kums­träch­tige Stadtfeste und Aktionen. „Wir müssten die Mitgliederzahl aber glatt verdoppeln, um noch mehr zu un­ter­nehmen zu können und ohne Sponsoren über die Runden zu kommen. Leider profitieren noch viel zu viele Ge­schäf­te da­von, ohne uns mit Beiträgen zu unterstützen.“ Schriftführer Guido Schenk, gleichzeitig Touristikmanager bei der SVGD, über­nimmt dabei im Namen der SVGD die Organisation der Stadtfeste und –Märkte. Damit wird CiDo von Ver­an­stal­tungs­ri­si­ken ent­las­tet. „Vielleicht wird die CiDo ja nicht mehr benötigt, wenn es mit der neuen Gesellschaft gut läuft.“ orakelt Michaela Jonas, denn es gibt auch unzufriedene Mit­glieder, denen der Verein nicht aktiv genug ist.

13. Tannenbusch-Woche ab dem 26. Juni:

Ritterspiele und Greifvögel

Dormagen, 3. Juni 2016 – „Hoffentlich macht uns das Wet­ter nicht wieder einen Strich durch die Rechnung“ orakelt Ellen Peterburs aufgrund schlechter Er­fah­run­gen aus den Vorjahren. Die 13. Tannenbusch-Woche soll den beliebten Tierpark und die Nah­er­ho­lungs­an­lage ab Sonn­tag, den 26. Juni wieder ins Blickfeld rüc­ken, die Menschen näher an die Natur heranführen.

Vor allem Familien, junge Besucher und Naturliebhaber sind an­ge­spro­chen, wenn die Stadtmarketing- und Ver­kehrs­ge­sell­schaft Dormagen (SVGD) gemeinsam mit der Schutz­ge­mein­schaft Deut­scher Wald (SDW) ihr vollgepacktes Wochen­pro­gramm ablaufen lassen. HIT-Marktleiter Helmut Röder (Foto oben zusammen mit SVGD-Geschäftsführer Ulrich Pfister, Pä­da­goge Rolf Wörhoff vom SDW und Tannenbusch-Leiterin Ellen Peterburs) hat die Schirm­herr­schaft als Vertreter der HIT-Umwelt- und Natur-Stiftung über­nom­men und das Er­eig­nis tatkräftig und finanziell unterstützt.

Am Eröffnungstag sind die Spiele der „Ritter des Geheimen Rathes“ aus Mechernich ab 11 Uhr auf der Spielwiese im Tierpark genau so ein Highlight, wie die Greifvogelschau der Vogelstation Hellenthal am Schlusssonntag.

Rund um das Thema „Natur“ gibt es viele Informationen, un­ter anderem von der Ameisenschutzwarte NRW, zu Kräutern vom Spar­gel­hof Feiser, vom Förderverein Nationalpark Eifel. Auch Ponyreiten, Treckerfahren mit Dieter Hüsgen und ein Luft­ballon­wett­bewerb stehen am Eröffnungssonntag auf dem bunten Pro­gramm.

An den Wochentagen dazwischen wird „Waldpädagogik“ mit Frith­jof Schnurbusch, Diplom-Biologe Dr. Georg Waldmann und Umweltpädagogin Barbara Durand als anmeldepflichtige Führung für Schulklassen und Kindergärten geboten (An­mel­dung bei Gerfried Wuttke, Telefon 02133 82255). Offen für Alle sind die Erklärungen „Rund um die Biene“ mit Michael Dell­schau am Dienstag, 28. Juni um 17:30 Uhr. Treffpunkt ist das Haus Tannenbusch.

Das Sommerfest ab Mittwoch, 29. Juni ab 16 Uhr an der Grill­hüt­te soll Sportbegeisterte locken. Die Wanderfreunde Dor­ma­gen bie­ten ab 17 Uhr eine geführte Wanderung, eine ge­führ­te Radtour und geführtes Nordic Walking an.

„In lichter Nacht“ soll der Geopark am Freitag, 1. Juli zwischen 20 und 24 Uhr erleuchten – dieses Mal auf jeden Fall auch bei Regen. Der heimische Energierversorger evd sponsort. Für den darauf fol­gen­den Samstag steigt der Kindersachen-Trö­del­markt ab 11 Uhr auf der Spielwiese und Jost Auler und Falk­ner Alfred Berg bie­ten ab 13 Uhr eine Eltern/Kind Ver­an­stal­tung zum Thema „Jagen und Kochen durch die Jahrhunderte“ mit einem Kostenbeitrag von fünf Euro je Teilnehmer. Treff­punkt ist der große Parkplatz.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei (Ausnahme „Jagen und Kochen“). Natürlich auch die Nutzung des neu ge­stal­te­ten Na­tur­erlebnispfades mit seinen zwölf Stationen, unter anderem einer Streuobstwiese mit alten Baumbeständen und Bänken („Grünes Klassenzimmer“). Einzig Autofahrer, die den Parkplatz zum Tierpark nutzen wollen, müssen an den Sonn­ta­gen zwei Euro pauschale Parkgebühr entrichten.

SVGD-Geschäftsführer Ulrich Pfister sieht die in jedem Jahr zwei Wochen vor den Großen Schulferien anstehende Groß­ver­an­stal­tung als Imagewerbung für die Stadt und den Tier­park an. „So kön­nen wir unsere gute Zusammenarbeit mit der Schutz­ge­mein­schaft Deutsche Wald auch nach außen dar­stel­len.“ Die SVGD investiert einen kleinen vierstelligen Euro-­Be­trag in die Ver­an­stal­tung. Erwartet werden während der Tan­nen­busch-Woche wieder mehr als 7.500 Besucher.

Nachzulesen ist das Programm demnächst auf den In­ter­net­seiten der SVGD www.svgd.de und auf Faltblättern.

Satzung des Deichverbandes soll überarbeitet werden:

Beschlüsse zur Deichsanierung und
für mehr Gebührengerechtigkeit

© Grafik: LANUV

Dormagen, 24. Mai 2016 – Der Erbentag, das „Par­la­ment“ des Deichverbandes, hat gestern Abend ein­stim­mig be­schlossen, seine Satzung zu ändern. Damit soll zukünftig mehr Gebührengerechtigkeit hergestellt wer­den – und natürlich Mehreinnahmen erzielt wer­den. Karl Kress, gleichzeitig Ratsmitglied der CDU, hat als Vorsitzender des Arbeitskreises Recht ein um­fang­rei­ches Dossier zur Abstimmung vorgelegt.

Deutlich mehr als 100.000 Euro sollen damit an Bei­trags­mehr­ein­nahmen erzielt werden. „Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, das einzelne Mitglied stärker zu belasten.“ beruhigte Karl Kress. Bei einem Vergleich mit den Satzungen von an­de­ren Deich­ver­bänden war aufgefallen, dass in Dormagen die Ge­büh­ren­be­rech­nung optimiert werden kann. Hier wird der Beitrag in aller Regel nach der Grundstücksgröße kalkuliert. In Zukunft will man die Ge­büh­ren­höhe nach dem vom Fi­nanz­amt festgestellten Ein­heits­wert des jeweiligen geschützten Grund und Bodens berechnen. Außerdem sollen Ein­zel­an­la­gen anders als bisher bewertet wer­den. Das sind zum Beispiel Straßen, Waldflächen, Friedhöfe, Ka­nal­netze, Verteilerkästen, Straßenlampen und Ent­wäs­se­rungs­an­lagen (um nur einige zu nennen). So kann es nach Meinung von Karl Kress nicht sein, dass die Straßenfläche der Bundesstraße 9 im Gebiet des Deichverbandes Dormagen-Zons mit 6,50 Euro pro Hektar be­rech­net wird, im angrenzenden Deichverband Neuss-Ue­des­heim aber mit 60 Euro für die gleiche Fläche.

Neueste Karten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Ver­brau­cherschutz (LANUV) belegen nach Meinung von Kress au­ßer­dem, dass das jetzige Verbandsgebiet viel zu klein be­rech­net sei. Derzeit seien rund 35 Prozent des Stadtgebietes Pflicht­mitglieder im Deichverband Dormagen-Zons. Von ei­nem Extremhochwasser gefährdet seien aber rund 60 Pro­zent (siehe auch: die schraffierte Fläche auf der Karte oben).

Diese Flächen würden nach der Sa­nie­rung von den neuen Deichen und Schutz­ein­richtungen geschützt, also auch beitragspflichtig. Nach Aus­le­gung von Karl Kress (Foto) betrifft das alle, deren Grundstück vor Hoch­wasser bewahrt oder bei denen das auf das Grundstück fallende Re­gen­was­ser ab­ge­führt wird. Denn: Steigt das Hoch­was­ser, dann steigt auch das Grundwasser. Nach dem Grund­satz der Ver­hält­nis­mäßig­keit sollen alle Insellagen – höher als 42 Meter über dem Meeresspiegel – nur mit zwanzig Prozent der Kos­ten­anteile belastet werden.

Im Internet unter

http://de-de.topographic-map.com/places/Dormagen-213031/

kann jeder auf einer interaktiven Karte für jede Stelle im Stadt­gebiet nachsehen, ob seine Adresse oberhalb oder un­terhalb der „magischen“ Hochwassergrenze von 42 Metern Höhe über dem Meer liegt. Der Mühlenbuschweg in Straberg liegt zum Beispiel bei 47 Metern.

Der Arbeitskreis Recht und Finanzen wurde vom Erbentag ein­stim­mig beauftragt, die neuen Veranlagungsregeln als Teil der Satzung zu entwerfen. Mit dem Ziel, bauliche, technische und sonstige Anlagen, die einen Nutzen aus der Hoch­was­ser­sicher­heit ziehen, in die Veranlagungsregeln mit ein­zu­be­zie­hen. Über eine neue Satzung wird dann gesondert ab­ge­stimmt. Sie muss dann auch von der Bezirksregierung ge­neh­migt werden.

Die letzen Beschlüsse zur anstehenden Deichsanierung sind auch gefallen: Im Planungsabschnitt 6 östlicher Teil (zwischen Heckhof und dem Beginn der Ortslage Zons) soll eine in den Deich ein­ge­stellte Spundwand, die aus dem überarbeiteten Deichkopf im Mittel einen Meter herausragt, den Schutz ge­währ­leisten. Das alles mit möglichst geringer zusätzlicher In­an­spruch­nahme von Land. „Geld ist wichtig. Geld ist aber nicht alles. Eine gute Lösung ist hier wichtig, hinter der wir alle stehen.“ betonte Deichgräf Reinhard Hauschild die hier mög­li­cher­weise teurere Lösung im Sinne der landwirtschaftlichen Flächen.

Im Planungsabschnitt 4 nördlicher Teil (zwischen Zons und dem Schalthaus der Firma Currenta) wurde die Variante eines Drei­zonen-Erddeiches im Wesentlichen auf der bisherigen Trasse be­schlossen.

CDU-Stadtverband unter neuer Führung:

Hans Ludwig Dickers soll es richten

Dormagen, 21. Mai 2016 – Hans Ludwig Dickers (Foto oben) ist der neue Mann an der Spitze des CDU-­Stadt­verbandes. Das hat gestern Abend die Mit­glie­der­ver­samm­lung in der Mensa der Nievenheimer Ber­tha-von Suttner-Gesamtschule beschlossen. 48 der 50 an­we­sen­den Parteimitglieder stimmten für ihn, einer mit Nein, einer enthielt sich. Bei der Wahl gab es keinen Ge­gen­kan­di­daten.

Der 57-jährige Straberger, im Hauptberuf Im­mo­bi­lien­fach­mann bei der Sparkasse und seit 2009 für die Partei im Kreis­tag, dort Sprecher im Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Ka­tas­tro­phenschutz, übernimmt damit zwar „nur“ das Amt des stell­ver­tretenden Stadtverbandsvorsitzenden, ist aber de facto im Team zusammen mit Alana Voigt, die die wei­te­re stellvertretende Stadt­ver­bandsvorsitzende ist, jetzt fe­der­füh­rend.

Sein Vorgänger Kai Weber, der ursprünglich für das Amt des ört­lichen Parteichefs vorgesehen war, ist nun neuer Chef der CDU-­Ratsfraktion als Nachfolger von André Heryschek. Weber wird in der nächsten Ratssitzung am 23. Juni sein Amt erst­mals öffentlich wahrnehmen, denn erst dann zieht er über­haupt als Mitglied in das Gremium ein – als Nachrücker für den gleichzeitig aus­schei­den­den Delhovener Norbert Dah­men. Norbert Dahmen ist jetzt Kämmerer im Kreis Viersen.

Der bisherige Stadtverbandsvorsitzende Frank Goertz hatte in der Mitgliederversammlung am 10. März (Dormagen-News be­rich­tete) ankündigen lassen, das Amt aus beruflichen Grün­den aufgegeben zu müssen. Er zieht nach Süddeutschland. Er wird ebenfalls aus dem Rat ausscheiden. Thoma Sollig aus Rheinfeld wird sein Nachfolger.

Ein Nachfolger als CDU-Stadtverbandsvorsitzender soll jetzt erst im September bei der nächsten Mitgliederversammlung ge­wählt werden. Man sucht bereits intensiv. Kai Weber dazu: „Die Er­eig­nis­se hatten sich in der jüngsten Vergangenheit der­art überschlagen, dass wir kurzfristig keinen Kandidaten fin­den konnten. Die Fort­führung der parteipolitischen Arbeit ist mit Hans Ludwig Dickers gemeinsam mit Alana Voigt aber gewährleistet.“

„Die Partei muss handlungsfähig bleiben. Deshalb habe ich mich überzeugen lassen, das Amt zu übernehmen. Allerdings aus­drück­lich nur kommissarisch. Wenn ich wirklich mehr ge­wollt hätte, wä­re die Gelegenheit ja da gewesen.“ beschreibt Hans Ludwig Dic­kers seine Intensionen und Visionen. Der Ta­ges­ord­nungs­punkt „Wahl des Stadtverbandsvorsitzenden“ entfiel deshalb auch er­satz­los. Im kommenden Jahr wird der Stadt­ver­bands­vor­stand tur­nus­gemäß neu gewählt. Dann wer­den die Karten neu ge­mischt. Einblick in die Arbeit des Stadtverbandes hat Hans Ludwig Dickers ja schon lange. Als Straberger Orts­vor­stands­mitglied war er dort seit vielen Jah­ren Beisitzer. Und ganz ne­ben­bei ist seine Ehefrau Hiltrud Dickers dort Geschäftsführerin mit guter Einsicht in das Ta­ges­ge­schäft. Manche politische Ideen ließen sich dann sogar am heimischen Küchentisch diskutieren.

Dass die Personalverwerfungen in der Dormagener CDU noch lan­ge nicht begraben sind, lässt sich an der Tatsache festmachen, dass die führenden Fraktionsmitglieder Jo Deu­ßen und Charly Hei­nen und auch Ex-Fraktionschef André He­ry­schek anderweitige Verpflichtungen hatten und nicht zur Mit­glie­der­ver­sammlung er­schie­nen waren.

Ältere Berichte und Kommentare finden Sie im Archiv.

Twitter + Facebook


Navigation
Home
Über mich
Dormagen-News
- Archiv
Auto + Verkehr
Impressum/AGB
Verlinkt!
Foto-Datenbank
WESTPOOL
Klassische Fotografie
DJV DÜsseldorf
DJV-NRW FA Bild
VDJ Hilfe
Auto-Redaktion
Unfall-Magazin
motorTRAFFIK
mein Computerfachmann
Newsletter
Da sich auf meinen Seiten nicht jeden Tag etwas Neues tut, ist es bestimmt hilfreich für Sie, wenn Sie sich mit einer E-Mail an die Adresse im Impressum melden. So sind Sie immer auf dem neuesten Stand mit einer Nachricht von mir in Ihr Postfach und Sie verpassen nichts.

Geld sparen bei
Strom und Gas

Energierverbraucher in Dor­magen könnten kräf­tig sparen, wenn sie sich nur den richtigen Ver­sor­ger aus­suchten. Der ört­liche Anbieter, die evd (Ener­gieversorgung Dor­magen GmbH), eine ge­mein­same Tochter der RheinEnergie Köln und der Stadt Dor­magen, ist da nicht un­be­dingt die erste Wahl. Un­sere lo­ka­len Politiker, die im Auf­sichtsrat des Un­ter­neh­mens sitzen, hö­ren das sicher nicht gerne, denn der Haushalt der Stadt pro­fitiert auch von den Ge­winnen der evd. Ein Wechsel zu einem ande­ren Anbieter ist im In­ter­net ganz einfach und vor allem mit keinem Qua­li­täts­ver­lust verbun­den, wenn man nicht un­be­dingt auf eine örtliche Ge­schäfts­stelle Wert legt. Nach einem neuen Ge­setz muss der Anbie­ter­wech­sel innerhalb von drei Wo­chen voll­zogen sein.

Das Vergleichsportal Veri­vox (www.verivox.de) listet allein für Strom bei einem Ver­brauch von 4000 kW/h im Jahr 295 mögliche Tarife auf, die in Dormagen ge­bucht wer­den können. Beim Grund­ver­sorgungstarif belegt die evd Platz 246, das günstigste Ange­bot des lokalen An­bie­ters steht auf Platz 203. Dabei sind weder Tarife mit Vor­auskasse, Kau­tion oder Bo­nus be­rück­sich­tigt. Es gibt also mindestens 202 Tarife anderer Lie­fe­ran­ten, die zum Teil deutlich preiswer­ter sind. So lassen sich im günstigsten Fall knapp 225 Euro im Jahr sparen.

Bei Gas sieht die Situation ähnlich aus: Bei einem Ver­brauch von 20.000 kW/h im Jahr werden 172 Tarife für Dormagen-Mitte aufgelistet. Der Tarif „evd Erdgas on­line“ steht auf Platz 130, der Tarif „evd Erdgas komplett“ auf Platz 136, der Tarif „evd Erdgas klassik“ sogar auf Platz 161 nahe am teuren Ende. Einsparungen von rund 430 Euro im Jahr sind drin, wenn Sie sich den richtigen Anbieter aussu­chen. Auch hier sind weder Tarife mit Kaution, Voraus­kasse oder Bonus berück­sichtigt. (Alle Angaben mit Stand vom 24. Januar 2015)


Home
Über mich
Dormagen-News Archiv
Auto + Verkehr
Impressum/AGB