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© Foto: Friedhelm Holleczek


Schmutz im Trinkwasser?

Dormagen, 1. Juli 2016 – Und wieder hat die Ge­schäfts­füh­rung der Kreiswerke Gre­ven­broich GmbH sich nicht ge­traut, unerwünschte, kritische Fragen von Journalisten zu be­ant­wor­ten. Zum wie­der­hol­ten Male fiel eine ent­spre­chen­de Bilanz-Pres­se­kon­fe­renz aus. Sonst nutzt man doch jede Gelegenheit, sein strahlendes Gesicht in eine Kamera zu halten, und sei das Ereignis noch so unwichtig.
Der Geschäftsführer Stefan Stelten (Jahresgehalt 2015 gemäß Geschäftsbericht: 153.870,33 Euro ein­schließlich Sachleistungen z.B. Dienstwagen) er­laubte sich sogar in anderem Zusammenhang, einen Ein­zel­nen aus dem Berufsstand als „Schmierfinken“ zu be­zeich­nen. Stattdessen legten die Kreiswerke Gre­ven­broich eine zwar umfangreiche, aber nur die Sicht­wei­se von Geschäftsführung und Aufsichtsrat be­schö­ni­gende Darstellung des Geschäftsverlaufs 2015 in schriftlicher Form vor. Das entspricht wohl dem ei­gen­en Selbstverständnis des Mo­no­pol­an­bie­ters für Trinkwasser für etwa die Hälfte der Be­woh­ner des Rhein-Kreises Neuss, dem auch keiner der 26.998 Dor­ma­gener „Anschlusspflichtigen“ entgehen kann.
Immerhin, so viel kann man im Geschäftsbericht nach­le­sen: „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2004 und damit nun bereits seit 12 Jahren un­se­ren Wasserpreis nicht verändert haben. Diese Sta­bi­li­tät ist ein Kennzeichen unseres Unternehmens und nicht selbstverständlich. Aufsichtsrat, Ge­schäfts­füh­rung und die engagierten Mitarbeiter der Kreiswerke Grevenbroich GmbH stehen für diese erfolgreiche Ar­beit im Interesse unserer Kunden in den ver­gan­gen­en Jahren. Eine solche besondere Preispolitik hat auch in der Zukunft Bestand.“ Die letzte Aussage ist ja wohl ein Versprechen, dass die Preise auch in naher Zu­kunft nicht steigen werden. Ob das auch für Dor­ma­gen gilt, ist offen, denn ab dem 1. Januar 2017 über­nimmt die evd (Energieversorgung Dormagen GmbH) hier die Trinkwasserversorgung.
Nicht gestellt werden konnte zum Beispiel die Frage, ob die Beteiligung der Kreiswerke Grevenbroich an der IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Was­ser­for­schung gemeinnützige GmbH, die gleichzeitig mit dem Gesundheitsamt der Rhein-Kreises Neuss die Wasserqualität überprüft, nicht zu In­ter­es­sen­konflik­ten führen kann. Die Kreiswerke Grevenbroich GmbH gehört der Verwaltungsgesellschaft des Rhein-Krei­ses Neuss, die eine 100-Prozent-Tochter des Rhein-Krei­ses Neuss ist, zu dem ebenfalls das Ge­sund­heits­amt gehört. Wer kennt nicht den Spruch: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Woanders nennt man das Vetternwirtschaft.
Auch nicht gefragt werden konnte, was man mit der um 1,7 Millionen Euro auf jetzt 21,3 Millionen Euro erhöhten Rücklage (Eigenkapitalquote 71 Prozent) ge­plant ist. Seit Jahren verweigert man Antworten, denn: „Neben den allgemeinen Risiken in der Was­ser­ver­sor­gung (z.B. Wasserverunreinigungen, Rohr­brü­che) bestehen keine nennenswerten un­ter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Risiken“, steht im Geschäftsbericht.
Interessant wäre auch die Frage, warum Ge­schäfts­führer Stelten im Jahr 2015 eine (kleine) Ge­halts­er­hö­hung (im Jahr 2014 waren es satte 8,5 Prozent) be­kom­men hat, das Gehalt des weiteren Ge­schäfts­füh­rers Ingolf Graul, der gleichzeitig Kämmerer des Rhein-Kreises Neuss ist, mit 4.696,80 Euro im Jahr unverändert geblieben ist. Hat diese Regelung Leis­tungs­be­zug?
Die Kreiswerke Grevenbroich haben im Jahr 2015 Mit­ar­bei­terdarlehen in Höhe von 68.000 Euro (Vor­jahr 64.000 Euro) ausgegeben. Wie hoch ist der Zinssatz? Sind die Darlehnsnehmer in Lei­tungs­funk­tionen?
Die Beteiligung der Öffentlichen Hand an pri­vat­wirt­schaft­lich organisierten Unternehmen mag sinnvoll sein. Oft wird sie missbraucht, um Schat­ten­haus­hal­te zu verschleiern, um „verdiente“ Mitarbeiter oder Freun­de (Geschäftsführer Stelten war früher So­zial­de­zer­nent im Rhein-Kreis Neuss) zu versorgen oder abzuschieben und um sich hinter dem gesetzlichen Schutz einer GmbH um Auskunftspflichten he­rum­zu­drücken.
Wie wir wissen, sind lange nicht alle GmbH-­Ge­schäfts­führer „Gutmenschen“. Deshalb sollte ihnen im Detail auf die Finger geschaut werden. Skandale gibt es zu Hauf. „Schmierfinken“ können halt ziemlich unangenehm sein und den „guten Ruf“ be­schmut­zen.



Abschied von Kai Uffelmann

Dormagen, 29. Mai 2015 – Die Goldene Mün­ze der Stadt Dormagen gab’s zum Abschied für den ausscheidenden Ersten Bei­ge­ord­ne­ten Kai Uf­felmann (Foto). Ab dem kom­men­den Montag sitzt er auf sei­nem neuen Sessel als Kreisrat in Winsen an der Luhe (bei Ham­burg).



Die Belle Étage in dritten Stockwerk des Rathauses war nicht wiederzuerkennen. Wo sonst büro­kra­ti­sche, nüchterne und geschäftige Sachlichkeit herrscht, war ein meterlanges Buffet mit Fingerfood und einer leckeren heißen Suppe aufgebaut. Kölsch, Sekt und Antialkoholisches wurde gereicht. Im ehe­ma­ligen Ratssaal sammelte sich die Crème de la Crème aus Dormagen und Umgebung dicht an dicht. Die Na­mensliste der Prominenten würde hier den Rah­men sprengen. Alle waren gekommen, um sich persönlich zu verabschieden von einem gebürtigen Frankfurter mit mün­sterländer Ambitionen, der sich nach einer vier­jäh­rigen Zwischenstation in Dor­ma­gen anschickt, den hohen Norden zu erobern.
Dort will er künftig Wurzeln schlagen, seine Karriere fortführen. Die Weichen für ein Eigenheim für sich und seine Familie sind schon gestellt, in gut er­reich­barer Fahr­rad­nähe (trotz Dienstwagen) zur Kreis­ver­waltung, seinem neu­en Dienstsitz. Das war ein Ab­schied mit vielen la­chen­den Augen, zwischendurch auch mal einem ern­sten, fast traurigen Ge­sichts­aus­druck des zu Ver­ab­schiedeten und einer launigen, freundschaftlich ge­präg­ten Rede von Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, der ihm neben der wertvollen Ge­denk­mün­ze als Andenken an sein Schaffen in Dor­ma­gen einem Südwester (wasserdichte Kopfbedeckung für See­fah­rer, wird meist aus Öltuch hergestellt) gegen er­wart­bare stürmische Zeiten nahe der Meere und an der Elbe überreichte.

Das Personalkarussell
im Rathaus dreht sich

Dormagen, 9. April 2015 – Bürgermeister Erik Lierenfeld muss handeln. Der Weggang des Ers­ten Beigeordneten und Kämmerers Kai Uf­felmann per 31. Mai zum Landkreis Har­burg (bei Hamburg) löst in der Stadt­ver­waltung eine gan­ze Rei­he von Veränderungen aus. Erik Lie­ren­feld will entgegen früherer SPD­-Meinung die Chance nutzen, die Ver­wal­tungs­spitze auf nur noch drei Personen zu ver­kleinern – Bür­ger­meister und zwei Bei­ge­ordnete als Wahl­be­amte. Damit fielen län­ger­fristig die von Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoff­mann als „Not­lö­sung“ eingeführten De­zer­nen­ten­stellen weg – eine Einsparung von rund 120.000 Euro an Personalkosten im Jahr und gleichzeitig Weg­fall einer Hierarchieebene.
Da es bis zur Wahl eines Nachfolgers von Kai Uf­fel­mann durchaus Jahresende sein könnte, muss der Ge­schäftsverteilungsplan geändert werden, damit der „Laden“ weiterlaufen kann. Erste Nutznießerin ist die jetzige Dezernentin Tanja Gaspers. Sie über­nimmt ab 1. Juni die Kämmerei als Dezernentin und wird damit verantwortlich für den kommenden Haus­haltsplan. Vorgesehen ist, sie später auch zur Bei­ge­ord­neten und Kämmerin aufzuwerten. Ab­wan­de­rungs­gelüste habe sie, so der Bürgermeister, dann wohl nicht mehr. Denn ihr Karriereziel, Wahlbeamtin zu werden, sei ja erst einmal erfüllt.
Auch Dezernent Gerd Trzeszkowski wird al­ters­be­dingt spätestens am 30. April 2017 ausscheiden. Das sei jetzt schon abzusehen. Bis dahin soll er ab 1. Juni zum weiteren allgemeinen Vertreter des Bür­ger­meis­ters ernannt werden, um mindestens drei hand­lungs­fähige Personen in der Verwaltungsspitze zu haben.
Die Lücke in der obersten Verwaltungsebene soll ein neuer Erster Beigeordneter auffüllen. Der Rat soll in seiner Sitzung am 21. April die Aus­schrei­bungs­un­terlagen beschließen. Gesucht wird idealerweise ein Volljurist, der nach den jetzigen Plänen die Be­rei­che Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr und Ret­tungs­dienst, Bildung und Kultur, Jugend, Soziales, Woh­nen und Schule und die Aufsicht über den Dor­magener Sozialdienst übernehmen und als all­ge­meiner Ver­tre­ter des Bürgermeisters fungieren soll.
Ausdrücklich erwünscht seien auch Bewerbungen von Frauen. Es bestünde also die theoretische Chan­ce, dass die künftige Verwaltungsspitze zu zwei Dritteln mit Frauen besetzt ist. Damit wäre die von oben verordnete Frauenquote deutlich übererfüllt. Für Erik Lierenfeld als dann möglicher „Hahn im Korb“ viel­leicht eine verlockende Vorstellung.
Dem Vernehmen nach ist allerdings parteiintern schon alles klar: In Köln steht wohl schon ein Wunsch­kandidat der SPD in den Startlöchern. Ent­scheiden über die Besetzung der Stelle wird al­ler­dings der Rat. Die Vorauswahl trifft eine Fin­dungs­kom­mission aus Vertretern aller Ratsparteien.
Die Stellenausschreibung soll kostengünstig gestaltet werden. Eine Unternehmensberatung (mit Kosten von rund 50.000 Euro) soll nicht eingeschaltet wer­den. Einzig Anzeigen in der FAZ und in einschlägigen Internetportalen und auf der Homepage der Stadt Dormagen sollen die Kosten auf rund 9.000 Euro be­grenzen.

Lierenfeld BM-Kandidat der SPD

Dormagen, 18. Januar 2014 – Nun hat sich auch die SPD entschieden. Ratsherr Erik Lie­renfeld soll demnächst von der Mit­glie­der­ver­sammlung zum Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten in Dormagen nominiert werden, teilte die SPD gestern mit.
Der Politik-Youngster Lierenfeld (27 Jahre alt) be­kleidet derzeit nebenbei hier das Amt eines stell­ver­tretenden (ehrenamtlichen) Bürgermeisters und ist gleichzeitig Stadtverbandsvorsitzender seiner Partei. Er tritt gegen den starken CDU-Kandidaten und jet­zi­gen hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Dor­ma­gen, Peter-Olaf Hoffmann und den Zentrums-Kan­di­da­ten Hans-Joachim Woitzik am 25. Mai zur Wahl um den Posten des zukünftigen Ver­wal­tungs­chefs im Rathaus an.

Förderverein spendet Musikinstrumente

Dormagen, 12. Mai 2013 - Auch in diesem Jahr schenkt der Förderverein der städ­ti­schen Musikschule Musikinstrumente im Wert von fast 3.700 Euro. Das teilte der Vor­sit­zende des Fördervereins der Musikschule, Wolfgang Horst, in der letzten Vorstands­sit­zung mit. Und das solle auch in den kom­menden Jahren so bleiben.
So kann sich Bärbel Hölzing, Leiterin der Musik­schule, darüber freuen, dass auf ihren Vor­schlag hin der Förderverein Instrumente im Wert von 1.800 Euro für das laufende Jahr bewilligt hat.
Mit einem Zuschuß wird man auch die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Dormagen - St. An­dré unterstützen. Es sei ein Auftritt des Mu­sik­schul­orchesters mit etwa 40 Jugendlichen in der Part­ner­stadt fest eingeplant.
Positiv wurde die Teilnahme am „Kulturrucksack“ der beiden Städte Dormagen und Monheim begrüßt. Hier bereichert die Mu­sik­schule mit zahlreichen Dar­bie­tungen das Kul­tur­pro­gramm beider Städte.
Am 7. Juli steht das traditionelle Musikschulfest an der Langemarckstraße auf dem Programm. Erst­ma­lig wird eine Hüpfburg neben anderen Attraktivitäten das Rahmenprogramm erweitern, konnte Kristin Schulz, stellvertretende Vorsitzende, stolz ver­mel­den. Er­war­tet werden auch wieder zahlreiche Auf­tritte von En­sem­bles und Gruppen der Musik­schule Dormagen. Es wird eine Leistungsschau der Musiker der städtischen Kultureinrichtung werden. Alle Bür­gerinnen und Bür­ger sind herzlich eingeladen.

Dipl. Ing. Klemens Diekmann
wird neuer evd-Geschäftsführer

Dormagen, 13. Januar 2013 – Der zukünftige Chef in der evd (Energieversorgung Dor­ma­gen GmbH) hat jetzt auch ein Gesicht: Der Aufsichtsrat des örtlichen Energie- und Was­serversorgers hat sich in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten für Dipl. Ing. Klemens Diekmann (49, Foto rechts) entschieden.
Der Vertrag sei bereits unterschrieben, verkündete Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann heute beim Neujahrsempfang der Stadt im Leibniz-Gynasium vor mehreren hundert geladenen Gästen.
Klemens Diekmann war seit 2009 Geschäftsführer bei den Stadtwerken in Haltern am See (nördliches Ruhrgebiet). Er löst den nach 28 Jahren auf eigenen Wunsch vor dem eigentlichen Vertragsende aus dem Amt scheidenden jetzigen Geschäftsführer Rudolf Esser spätestens zum 30. Juni des Jahres ab. Wann Klemens Diekmann genau nach Dormagen kommt, entscheidet sein bisheriger Brötchengeber mit der entsprechenden Freigabe. Diekmann möch­te auf jeden Fall vorher die Gelegenheit nutzen, sich hier einzuarbeiten. Da die Stadt Dormagen die Mehrheit (51 Prozent) an dem örtlichen Versorger hält, freut sich (nicht nur) Kämmerer Kai Uffelmann (Foto links) auf frischen Wind in der städtischen Toch­ter­ge­sell­schaft.

BI BAD sammelt 6.631 Unterschriften

Dormagen, 18. Oktober 2012 – Die BI BAD hat heute vier Aktenordner mit insgesamt 6.631 Unterschriften zu ihrem Bür­ger­begehren an Bürgermeister Peter-Olaf Hoff­mann über­ge­ben. Nun muss der Stadtrat am 6. November über das Anliegen von Elke Zaum, Kerstin Born (Foto v.l.) und ihren Mitstreitern aus Nievenheim entscheiden, ob das dortige Hallenbad erhalten bleibt und in einen ak­zeptablen Zustand versetzt werden soll.
Lehnt der Rat das Bürgerbegehren in seiner näch­sten Sitzung am 6. November ab – wie schon am 1. Oktober den Antrag zur Römer Therme – findet ein Bürgerentscheid innerhalb einer Drei-Monats-Frist bis spätestens 6. Februar 2013 in Dormagen statt. Das wäre dann der zweite in der Stadt­ge­schichte. Kerstin Born: „Wir wollten keinen Bür­gerentscheid in der Weihnachtszeit. Deshalb ge­ben wir die Unterschriften auch erst heute ab.“
„Die Verwaltung wird die Unterschriften bis zur Rats­sitzung geprüft haben. Dann entscheiden die Politiker, wie es weitergeht.“ erläutert Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoffmann die kommenden Schrit­te.
Die BI BAD hatte bereits in den ersten Tagen ihrer Aktion in Nievenheim und der näheren Umgebung mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt. „Da aber ganz Dormagen entscheiden sollte, haben wir da­nach auch alle anderen Stadtteile besucht und bei der Bürgern nachgefragt.“ verrät Kerstin Born über das Zustandekommen der Listen. Allein rund um das Einkaufszentrum an der Mathias-Giesen-Straße sind an nur zwei Aktionstagen der Bürgerinitiative mehr als 1.500 Unterschriften von Befürwortern zusammen gekommen. Im Gegensatz zum Bür­ger­antrag zur Römer Therme steht kein mit­glieder- und fi­nanz­star­ker Verein mit wirt­schaft­lichen Interessen hinter den Aktivisten aus Nie­venheim. Alle Aktionen der BI BAD werden aus Privatschatullen bezahlt. Dabei wurden sie sogar von Bürgern aus dem Neusser Süden personell unterstützt.



Vandalen beschädigten mindestens neun Pkw

Dormagen 31. März 2013 - In der Nacht zum Oster­sonntag wüteten Vandalen in Nie­ven­heim. Sie beschädigten mutwillig zahl­rei­che Pkw. Die Spur der Schäden zieht sich von der Straße „Am Norfbach“ über die Straße „Auf der Hardt“ bis zur Koniferen- und zur Pla­ta­nen­straße.
Mutwillig wurden Spiegel abgetreten und andere Schäden verursacht. In vielen Fällen deutet die Spu­renlage darauf hin, dass die Täter über die Fahrzeuge gelaufen sind und dadurch erhebliche Schäden ver­ur­sacht haben. Bisher wurden der Po­li­zei neun Fälle bekannt.
Ersten Ermittlungen zufolge dürfte es sich bei den Tätern um drei Jugendliche handeln, die in der Nacht gegen 03:30 Uhr im Bereich „Am Norfbach“ und „An der Birk“ beobachtet wurden. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, sollte sich mit der Polizei im Rhein-Kreis-Neuss, Telefon 02131 3000 in Ver­bindung setzen.

Falscher Wasserwerker unterwegs

Dormagen, 23. Juli 2012 - Ein unbekannter Mann klingelte vergangenen Samstag vor­mit­tags an der Wohnungstür einer Seniorin auf der Langemarkstraße und gab sich als Mit­ar­beiter der „Wasserwerke NRW“ aus. Er zückte kurz einen Ausweis, vermittelte einen se­ri­ösen Eindruck und verschaffte sich so Zugang zur Wohnung der älteren Frau.
In einem unbeobachteten Moment durchsuchte der Unbekannte das Schlafzimmer nach Wertsachen und ließ eine Schmuckschatulle mitgehen. Nachdem er das Haus verlassen hatte, wurde die Seniorin misstrauisch und stellte fest, dass sie einem drei­sten Trickdieb aufgesessen war. Die eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: Circa 40 Jahre alt, schlanke Figur, bekleidet mit Jeans, T-Shirt, schwarz-weißen Turnschuhen und Base­ball­cap. Er sprach hochdeutsch und hatte ein gepflegtes Er­scheinungsbild.
Hinweise zur verdächtigen Person oder möglichen anderen Opfern des Trickdiebes unter der Te­le­fon­nummer 02131 3000 an die Polizei.


Neuer Vorschlag für den Stürzelberger Hafen:
Der Deichverband hofft auf eine schnelle Lösung

Auf der Zielgeraden?

Dormagen, 07. März 2017 – Deichgräf Reinhard Hau­schild hat das ehrgeizige Ziel, das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zur an­ste­hen­den Deichsanierung noch in die­sem Jahr in die Wege zu lei­ten. Irgendwann soll ja schließlich mit dem Bau begonnen wer­den können. So einfach ist das aber nicht.

Eine Vielzahl von Unterlagen müssen dafür beim Re­gie­rungs­prä­si­den­ten in Düsseldorf eingereicht werden. Neben den kom­plet­ten Planungsunterlagen für das (mindestens) 60 Mil­li­onen Euro teure Projekt gehört dazu auch eine Risikoanalyse zum mobilen Hoch­was­ser­schutz.

So soll geklärt werden, wie weit vorhandene be­weg­li­che Schutz­ein­richtungen, zum Bei­spiel Dammbalken, weiter ver­wen­det wer­den können und ob die vorgesehenen neuen Ein­rich­tun­gen genehmigungsfähig sind. Diese Analyse gibt es noch nicht. Bis­her ging der Deichverband davon aus, dass sie Aufgabe der Pla­ner sei. Die aber wiegeln ab. Ihnen fehle die nötige Fach­kom­pe­tenz.

Jetzt soll Reinhard Vogt, der frühere Leiter der Hoch­was­ser­schutz­zen­tra­le Köln und Geschäftsführer des Hoch­was­ser­Kom­pe­tenz­Centrums, mit seinen Kontakten und Beziehungen hel­fen. Wer die Kosten dieser Analyse trägt, ist noch nicht klar. Haupt­sa­che, die Betrachtung liege rechtzeitig vor. „Und das nach fünfzig Monaten Planung“, monierte ein Er­ben­tags­mit­glied.

Die Baustelle bleibt eine Baustelle. Das musste der Erbentag auf seiner Sitzung gestern Abend in der Zonser Feuerwache wieder einmal feststellen. Das gilt auch für den Pla­nungs­ab­schnitt 8 am Stürzelberger Hafen (Foto).

Tragwerksplaner Dr. Ing. Norbert Brauer stellte eine neue Va­ri­an­te vor, die schneller realisiert werden, vor allem aber den Be­trieb von UCT weniger stören könnte. Statt der bisher vom Er­ben­tag be­vor­zug­ten Lösung mit massiven, bis zu 120 Zen­ti­me­ter starken Beton-Tiefbohrpfählen, die mit Erdankern im rück­wär­ti­gen Ge­län­de bis zu 14 Meter tief verankert sind, sol­len nun rund 450 Mikro-Bohrpfähle mit einem Durch­mes­ser von nur 20 Zen­ti­me­tern die Last der neuen rund 300 Me­ter langen Hoch­was­ser-Schutz­mau­er tragen.

Das hätte den großen Vorteil, dass die für den Bau not­wen­di­gen Geräte deutlich kleiner und leichter seien. Denn auf dem Lein­pfad sei wenig Platz zum Arbeiten, die Standsicherheit un­ge­wiss. Frag­lich sei noch, ob die rückwärtige Verankerungen durch schrä­ge Pfähle bis in den Untergrund des UCT-­Ge­län­des reichen müssten. Dazu bräuchte man nämlich zusätzlich noch die Ge­neh­mi­gung des Grundstückseigentümers. Von Vor­teil sei zu­sätz­lich, dass deut­lich mehr Anbieter die Ar­bei­ten, deren Ge­samt­kos­ten Dr. Brauer auf rund elf Millionen Euro schätzt, ausführen könnten. Besser für die Aus­schrei­bung der Arbeiten. Der Er­ben­tag be­schloss, den vor­ge­schla­gen­en Weg weiter zu verfolgen.

Entwarnung für die St.Aloysius-Schützenbruderschaft von 1868 Stürzelberg. Die Treppe von der Oberstraße gegenüber der Kir­che zum Festplatz soll nun doch erhalten werden. Der Aufwand für ein zusätzliches kleines Deichtor in der Hoch­was­ser­schutz­mauer sei vertretbar, beruhigte Deichgräf Reinhard Hauschild mit Rüc­ken­dec­kung des Erbentages den Bru­der­meis­ter Harald Lenden.

Der Wunsch nach einer Vergrößerung des Stürzelberger Dorf­plat­zes mit gleichzeitiger Schaffung weiterer Parkplätze ge­gen­über der Kirche im Zuge der Sanierung des Hoch­was­ser­schut­zes be­kam vom Deichgräfen erst einmal eine Absage. Aus Hoch­was­ser­schutz-Gründen sei das nicht erforderlich. Das sei ein städ­te­bau­li­ches Problem. Dafür sei der Deich­ver­band nicht zuständig. Man wolle aber darüber nachdenken, wenn die Stadt Dormagen die zu­sätz­li­chen Kosten über­näh­me. Bei der Vermittlung des Wun­sches an den Bürgermeister sei man gerne behilflich.

Mit der Stadtverwaltung besprochen sei bereits die geplante Än­de­rung der Veranlagungsregeln für die Deichgebühren als Teil der neuen Satzung. Damit nicht für „jede Laterne“ ein eigener Ge­büh­ren­be­scheid erstellt werden müsse, habe man sich ge­sprächs­wei­se grundsätzlich auf eine pauschale Ab­rech­nung ver­ständigt. „Das bringt dem Deichverband ab dem kom­men­den Jahr zusätzlich 70 bis 80.000 Euro in die Kasse“, betonte Deich­gräf Reinhard Hau­schild.

Das sei der erste Schritt zu mehr Gebührengerechtigkeit. Denn alle Straßen und technischen An­la­gen sollen demnächst bei­trags­pflich­tig sein. Nur, erfassen muss man diese Ein­rich­tun­gen trotz­dem noch, um eine ge­si­cher­te Grundlage für die Bei­trags­be­mes­sung zu bekommen. Die Satzungsänderung soll in der Mai-­Sitzung des Erbentages be­schlos­sen werden, bevor sie vom Re­gie­rungs­prä­sidium ge­neh­migt werden kann.

Die Stadtverwaltung im Stadtteilgespräch in Straberg:

Baugebiete, Lkw, Hundehaufen
und ein Zebrastreifen

Dormagen, 22. Februar 2017 – Wo drückt bei den Stra­ber­gern der Schuh? Das wollte die Stadtverwaltung ges­tern Abend von den Walddörflern wissen und hatte zum Stadtteilgespräch in den der Zeit entsprechend kar­ne­va­lis­tisch bunt geschmückten Hubertussaal geladen. Rund dreißig Bürger (bei rund 2.600 Ein­woh­nern) waren der Einladung gefolgt.

Die Stadtverwaltung, allen voran Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, war mit „großem Aufgebot“ angerückt und hatte in lan­ger Reihe am „Vorstandstisch“ Platz genommen: Erster Bei­ge­ord­ne­ter Ro­bert Krumbein, Kämmerin Tanja Gaspers, Stadt­pla­ner Gregor Nacht­wey, TBD-Vorstand Gottfried Koch, Ord­nungs­amts­lei­ter Hol­ger Burdag, evd-Geschäftsführer Kle­mens Diekmann und Mar­ion Tabbara, die im Ordnungsamt für Straberg zuständige Mit­ar­bei­terin.

Bereits im Vorfeld hatten einige Bürger die Gelegenheit ge­nutzt, der Verwaltung ein paar Themen vorzugeben. Es sind aber nicht die wirklich großen Probleme, die angesprochen wur­den. Etwa die Hundehaufen im Friedhofsgässchen. Die Stadt hatte am 17. Fe­bru­ar bei einer Begehung gerade mal zwei vertrocknete auf­ge­spürt und auch gleich ein paar Hun­de­hal­ter dazu befragt. Alle hatten die vorgeschriebenen Tüten dabei. Einen zusätzlichen Tü­ten­spen­der wolle die Stadt gerne ortsnah aufstellen, wenn sich ein Pate finde, versicherte Erik Lierenfeld.

Größtes Problem der Straberger und auch erstes Thema: Wie ent­wickelt sich das Walddorf weiter, wo gibt es neue Bau­ge­bie­te? Stadtplaner Gregor Nachwey hatte dazu Kar­ten­ma­te­rial mit­ge­bracht. Ernüchternd für die Straberger: Der jetzige Zustand sei quasi festgeschrieben. Nicht, weil die Stadt­ver­wal­tung nicht wolle, sondern weil der Gebietsentwicklungsplan und der Re­gio­nal­plan Gebiete zur Weiterentwicklung be­vor­zu­ge, die zum Bei­spiel von einer Bahnlinie (Nievenheim, Horrem) erschlossen sind. Mög­lich­kei­ten zum Bauen sieht die Ver­wal­tung zurzeit nur noch an der Norbertstraße am linken Orts­aus­gang auf den Flä­chen des Baums­ho­fes und am Ende der Horremer Straße hinter der jet­zi­gen Bebauung auf der linken Seite in Richtung Bag­ger­see. Die Er­schlie­ßung könne dann vom Baugebiet Blumenstraße aus er­fol­gen. Das müssten die privaten Grundstückseigentümer aber selbst anschieben. Die Stadt übe keinen Druck aus.



Seit Jahren ärgern sich die Straberger über den Lkw-Verkehr auf der schmalen, meist nur einspurig befahrbaren Horremer Stra­ße (Foto). Auf der übergeordneten Kreisstraße (K 12) ha­be die Stadt keine Mög­lich­kei­ten, diesen zu unterbinden, er­läu­ter­te Bür­ger­meis­ter Erik Lierenfeld und verwies auf ähn­li­che Zu­stän­de auf der Neusser Straße in Nievenheim und auf der Klos­ter­straße in Del­ho­ven. Am Ortseingang auf der Wi­nand-Kayser-Straße von Knecht­ste­den kom­mend, werde zur Reduzierung der Fahr­ge­schwin­dig­keit aber eine Auf­pflas­te­rung geprüft, ähnlich der auf der Horremer Straße. Ein ge­wünsch­ter Zebrastreifen am Lin­den­kirch­platz scheitere an der geringen Frequenz von Au­to­ver­kehr und Passanten.

Der oft matschige und mit vielen Pfützen übersäte Parkplatz an der Waldstraße am Eingang zum Mühlenbusch (Foto oben) wer­de von der TBD regelmäßig mit Schotter verfestigt. Mehr dürfe man nicht machen, weil versiegelte Flächen wegen des Na­tur­schut­zes an dieser Stelle nicht erlaubt seien, erläuterte TBD-Vorstand Gott­fried Koch. Lkw bis 7,5 Tonnen dürfen hier ab­ge­stellt werden, aber nicht in Längsrichtung. Das ahnde die Stadt mit einem Ver­warn­geld.

Für entsetzte Gesichter einiger Anwesender sorgte die An­kün­di­gung des Bürgermeisters, im Alfred-Delp-Haus am Lin­den­kirch­platz eine Großtagespflege für neun Kinder einrichten zu wollen, um dem wachsenden Bedarf an Kin­der­be­treu­ungs­plät­zen nach­zu­kom­men. „Wir stehen in der Pflicht, weil der Kindergarten diese nicht aufnehmen kann“, be­grün­de­te er. Dass dafür die ge­ra­de wieder erstarkte Jugendarbeit, die längst über die Gren­zen des Dorfes hinaus wirkt, eventuell weichen muss, be­män­gel­te Mar­gret Steiner vom För­der­ver­ein Jugendarbeit Straberg (FJS) ve­he­ment. Der Kindergarten be­treue unter anderem gerade 17 Kinder aus Delhoven. Vor die­sem Hin­ter­grund, so Margret Stei­ner, sei die laufende Dis­kus­sion über die 13 Kinder aus dem Nach­bar­dorf, die ab dem kom­men­den Schuljahr in der Stra­ber­ger Grundschule un­ter­richtet werden sollen, ziemlich un­ver­ständ­lich. Denn gerade diese Kinder hätten ihren Freundeskreis ja auch in Straberg.

Evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann, selbst Einwohner im Wald­dorf, wies darauf hin, dass dank des Engagements des städ­ti­schen Versorgungsunternehmens inzwischen alle strom­füh­ren­den Frei­leitungen im Dorf unter die Erde verlegt seien. Möglich geworden sei dies im Zusammenhang mit der Ver­le­gung der Glas­fa­ser, die das schnelle Internet mit bis zu 100 Mbit nach Straberg bringt. Zusammen mit NetCologne versorgt die evd Straberg seit Mitte des letzten Jahres mit der Da­ten­au­to­bahn. Er kündigte für die nächsten Wochen eine am­pel­ge­re­gel­te Baustelle am Orts­aus­gang an der Kreuzung Am Straberger See / Horremer Straße an. Dort wird die Was­ser­lei­tung vom Was­ser­werk Mühlenbusch zum alten Was­ser­werk am Tannenbusch ver­legt (Dormagen-News be­rich­te­te).

Die evd schätzt künftig die Kosten des Trink­wasser­verbrauchs im Kalenderjahr:

Wasser-Lotto

Dormagen, 16. Februar 2017 – Sind demnächst (fast) alle Bescheide über Grundbesitzabgaben fehlerhaft? Das muss man jedenfalls vermuten. Denn diese Be­schei­de ent­hal­ten auch die Kosten für das Abwasser, die die TBD (Technische Betriebe Dor­ma­gen) auf die­sem Wege den Haus­be­sitzern in Rechnung stel­len. Diese Kosten ba­sie­ren auf dem Ka­len­der­jah­res-Ver­brauch des Vorvorjahres von Frischwasser. Und der wird von der evd (Ener­gie­ver­sor­gung Dormagen) nur noch geschätzt. Das teilte die evd verklausuliert den ehemaligen Kunden der Kreis­wer­ke mit Schrei­ben vom 2. Dezember 2016 mit, deren Ver­träge die evd seit dem 1. Januar 2017 weiterführt.

Lapidar heißt es dort: „Die Rechnungen erhalten Sie nicht mehr im Januar für ein Kalenderjahr, sondern entsprechend Ihres Stadt­teils im Juli, Oktober oder Dezember für ein Ver­brauchs­jahr. Das Verbrauchsjahresende ist jeweils das Da­tum der Ablesung.“

Spielen wir alle jetzt also Wasser-Lotto in Dormagen? Werden die gemeldeten Verbräuche zum Glücksspiel? Soweit be­kannt, hat die evd dazu aber gar keine Zulassung gemäß Glücks­spiel­staats­ver­trag. Wer Glücksspiele ohne die dafür ver­pflich­ten­de Lizenz an­bie­tet, macht sich nach dem Gesetz strafbar.

Problem dabei: Der Wasserverbrauch im Kalenderjahr wird so nicht mehr wirklich erfasst. Die Werte, die die evd an die Stadt zur Erstellung der Bescheide weiterreicht, sind nur noch ge­schätzt. Der Bürger hat aber Anspruch auf korrekte Zahlen. Wenn die evd keine validen Zahlen liefern kann oder will, sind Widersprüche vorprogrammiert. Das geht allerdings nur über das Ver­wal­tungs­ge­richt. Ob das abschreckend wirkt?

Ivan Ardines, Vertriebsleiter bei der evd dazu: „Da sehe ich kein Problem. Wir können ja nicht alle Wasserzähler zum 31. De­zem­ber ablesen.“ Richtig. Bei den Kreiswerken bestand aber die Mög­lich­keit, selbst den Zählerstand zum Stichtag zu melden. Dann bekam man auch eine auf den richtigen Zahlen ba­sie­ren­de Rechnung für das vergangene Kalenderjahr. Das biete die evd auf Nachfrage zwar auch an. Ivan Ardines: „Den zu­sätz­li­chen Aufwand muss der Bürger allerdings extra bezahlen.“ Eine sehr kun­den­un­freund­liche Haltung der evd und eine Ver­schlech­te­rung der bisherigen Regelung der Kreiswerke. Es bleibt zu prüfen, ob die neuen Verträge, die die evd in den ver­gan­gen­en Tagen an die ehemaligen Kreis­werke-Kunden verschickt hat, wegen der Neben-Re­ge­lun­gen nicht grund­sätzlich anfechtbar sind, denn sie be­nach­tei­li­gen die Kun­den einseitig, stellen sie schlechter.

Und woher kommen die kalenderjährlichen Verbrauchszahlen aller anderen Kunden, die die evd den Technischen Betrieben zum Jahresanfang liefert? Ardines: „Die werden auf Basis der bis­he­ri­gen Verbräuche geschätzt.“

Damit erschwert die evd allen Dormagener Vermietern in Zu­kunft die jährliche Nebenkostenabrechnung und wälzt un­nö­ti­ge Ver­wal­tungs­er­schwer­nisse auf die Vermieter ab. Die evd ver­hind­ert damit eine noch halbwegs zeitnahe und trans­pa­ren­te Ab­rech­nung der Nebenkosten durch die Vermieter. Die Mieter haben das Nachsehen. Die oft beschworene Bür­ger­nähe wird so zur Farce, weil Bürokraten für sie bequeme Re­geln bevorzugen.

Vermieter müssen in Zukunft umständlich die Wasser-Ab­rech­nung auf Tageskosten umstellen – mögliche Feh­ler­quel­len ein­ge­schlos­sen. Für die Mieter wird die Abrechnung der Ne­ben­kosten / Verbrauchskosten sehr unübersichtlich und noch schwe­rer nach­voll­zieh­bar.

Denn Vermieter erstellen für ihre Mieter in aller Regel eine Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung für ein Kalenderjahr und haben das auch so in den Mietverträgen vereinbart. Dazu gehören auch ent­spre­chen­de Rech­nungs­be­lege. Dies wird nun von der evd dadurch un­ter­lau­fen, dass die evd zu einem anderen Zeit­punkt als dem Ende des Kalenderjahres eine Rechnung er­stel­len will.

Ein Vermieter muss dann also zum Beispiel für die Ne­ben­kos­ten­ab­rech­nung 2017 zwei Wasserrechnungen vorlegen. Eine Schät­zung des Trinkwasserverbrauchs oder eines anderen Ver­brauchs­wer­tes ist gemäß Anlage 3 des § 27 Abs.1 der II. BV n.F. aus­ge­schlos­sen. Die Nebenkostenabrechnung kann also erst ab­schlie­ßend erfolgen, wenn die Wasserrechnung für den zwei­ten Teil des Ka­len­der­jah­res vorliegt. Oder aber, der Vermieter bindet sich die von der evd berechneten Zusatzkosten ans Bein.

Ein netter Zusatzverdienst der evd, der in der Summe durch­aus die Dimension eines Mitarbeiter-Gehalts ausmachen könn­te. Kon­kre­te Zahlen dazu will oder kann die evd nicht nennen. Man könnte das auch eine versteckte Preiserhöhung nennen, die die evd ja schon bei der Bekanntgabe der Über­nah­me der Was­ser­ver­sor­gung von den Kreiswerken in den nördlichen Stadtteilen nicht ausgeschlossen hat.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der evd und Bürgermeister Erik Lie­ren­feld dazu: „Ich kann die Vermieter verstehen, die nun Mehr­ar­beit haben, wenn sie korrekt abrechnen wollen. Die Ab­läu­fe bei der evd hängen aber auch von Dienstleistern ab. Darauf muss Rücksicht genommen werden.“ Die Auswirkung der ge­schätz­ten Trinkwasserkosten zur Berechnung der Ab­was­ser­kos­ten sieht der Bürgermeister nicht als gravierend an. Un­rich­tig­kei­ten würden ja im darauffolgenden Jahr aus­ge­gli­chen.

In einer Stellungnahme weist die Stadt hierzu auf § 4, Abs. 3 der Sat­zung der TBD über die Erhebung von Abwassergebühren im Stadtgebiet Dormagen. Danach ist das Verfahren der Hoch­rech­nung zulässig, wenn die Zählerstände für ein Kalenderjahr nicht zur Verfügung stehen.

Der Deichverband beschließt, die Änderung der Satzung und der Veranlagungsregeln anzuschieben:

Eine Reform, keine Revolution

Dormagen, 27. Januar 2017 – Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Der Erbentag, das „Parlament“ des Deich­ver­ban­des Dormagen / Zons hat gestern Abend in der Feuerwache Zons beschlossen, eine Satzungsänderung und die Än­de­rung der Ver­an­la­gungs­re­geln auf den Weg zu bringen. Teile davon sollen schon ab dem kom­men­den Jahr wirk­sam werden. Deichgräf Reinhard Hau­schild nannte das Vor­haben „eine Reform, keine Re­vo­lu­tion“. Die Be­zirks­regie­rung Düsseldorf als Auf­sichts­behörde hat schon mal grundsätzlich „grünes Licht“ dazu signalisiert.

Für die Mitglieder des Deichverbandes wird es auf jeden Fall deut­lich teurer. Hauschild: „Die Beiträge müssen dramatisch stei­gen.“ Im Augenblick nimmt der Deichverband von seinen etwa 5.200 Mitgliedern rund 436.000 Euro pro Jahr an Bei­trä­gen ein. „91,5 Prozent davon werden realisiert. Früher waren es nur rund 80 Prozent“, erläuterte Geschäftsführer Wilfried Schellen. Das liege an den noch unvollständigen Unterlagen des Deich­ver­ban­des, aber auch daran, dass manche Be­schei­de ihre Em­pfän­ger aus ver­schie­denen Gründen nie er­reich­ten. Man arbeite kon­ti­nu­ier­lich an Verbesserungen. Die Stei­ge­rung der Rea­li­sie­rungsquote sei ein Beweis dafür. Welchen Betrag an Bei­trags­ein­nah­men Deichgräf Rein­hard Hausschild für „auskömmlich“ erachtet, wollte er auch auf Nachfrage nicht sagen. Begründung: „Noch ist der Haus­halts­plan des Deichverbandes nicht ver­ab­schie­det.“

Der Deichverband ist in der glücklichen Lage, ähnlich wie zum Beispiel der Rhein-Kreis Neuss, alle Kosten durch seine (Zwangs-) Mitglieder finanzieren zu dürfen, denn seine ein­zi­gen Einnahmen sind die Deichgebühren – und für Bau­pro­jekte Zu­schüs­se des Lan­des. Wenn diese Kosten wirtschaftlich nach­voll­zieh­bar und angemessen sind, müssen die Mitglieder dafür auf­kom­men. Das wird jährlich durch eine unabhängige Rech­nungs­prü­fung do­ku­men­tiert. Der Rhein-Kreis Neuss re­gelt seine Ein­nah­men im We­sent­li­chen über Landeszuschüsse und die Kreis­um­lage, die die kreisangehörigen Städte und Gemeinden ent­rich­ten müssen. Au­ßer Bußgeldern hat er kei­ne nennenswerten eigenen Einnahmen, zum Beispiel aus Steuern.

Alleine rund 250.000 Euro der Beitragseinnahmen müsse der Deich­ver­band derzeit für Zinsen für laufende Kredite pro Jahr aufwenden, ergänzte Wilfried Schellen. „Wir streben einen aus­ge­gli­chen­en Haushalt an. Damit müssen wir das Ta­ges­ge­schäft fi­nan­zie­ren können“, betonte Deichgräf Hauschild. Die lang­fris­tigen Investitionen in die Zukunft müssten aber auch von den Kindern und Kindeskindern mitgetragen werden. Des­halb wer­den diese ja auch über langfristige Kredite fi­nan­ziert und die Kosten auf et­li­che Jahre verteilt.

Um „Gebührengerechtigkeit“ herzustellen, sollen zukünftig Stra­ßen, technische und sonstige hochwassergeschützte An­la­gen im Verbandsgebiet in die Gebührenveranlagung auf­ge­nom­men wer­den. Das sei auch in den benachbarten Deich­ver­bän­den so. Bei der Gebührenhöhe für diese Objekte wolle man sich an den durch­schnitt­lichen Gebührensätzen der an­de­ren orientieren. Da kommen also in erster Linie For­de­run­gen auf die Stadt zu, die diese wiederum aus dem eigenen Haushalt finanzieren muss. Ist das der erste Schritt zur nächsten Grundsteuererhöhung für alle Dormagener Bürger?

Die Berechnung der Gebühren für die Mitglieder des Deich­ver­bandes soll ab 2019 vereinfacht werden. So soll jeder die Be­rech­nun­gen an Hand der Grundstücksgröße und der Art der Nutzung nachvollziehen können. Die möglichen Nut­zungs­ar­ten (zum Bei­spiel Wohnnutzung, gewerbliche Nutzung, land­wirt­schaft­liche Nut­zung) soll in einem umfangreichen Katalog je­weils mit einem eigenen Faktor versehen werden. Der Ar­beits­kreis Recht und Fi­nan­zen des Deichverbandes soll diese Liste kurzfristig erarbeiten.

Da die Abstimmung über den Auftrag an den Arbeitskreis als letz­ter wichtiger Tagesordnungspunkt (TOP 8) angesetzt war (gegen 20 Uhr), waren nur noch sechs der nominell 14 Er­ben­tags­mit­glie­der bei der Entscheidung anwesend. Sie stimmten alle zu. Die Beschlussfähigkeit des Gremiums, die eigentlich nicht mehr ge­ge­ben war, weil mehr als die Hälfte der Er­ben­tags­mit­glieder nicht (mehr) da war, wurde aber erst nach der Ab­stim­mung festgestellt. Ein Schalk, der Böses dabei denkt.

Vorher entschied der Erbentag noch (beschlussfähig) über die Ge­stal­tung des künftigen Freibords an Unterstraße und Ka­pell­berg in Stürzelberg. Man legte sich mit sechs gegen zwei Stim­men für die freie Sicht auf den Rhein fest. Das sei die ge­fühl­te Mehr­heits­mei­nung der Anlieger, bekräftigte der stell­ver­tre­ten­de Deichgräf Franz Josef Bauers (Foto Mitte) seine Empfindungen aus Ge­sprä­chen mit den Bürgern bei der Prä­sen­ta­tion des Mo­dells (siehe Bericht von Dormagen-News vom 24. Januar 2017). Umgesetzt wird nun mobiler Hoch­was­ser­schutz aus senk­rech­ten Krag­stüt­zen mit waagerechten Dammbalken.

Beide Ausführungsarten wären ungefähr gleich teuer ge­we­sen. Bedenken von Erbentagsmitglied Hans-Josef Berchem, diese Ent­schei­dung erfordere aber deutlich mehr La­ger­ka­pa­zi­tä­ten und Manpower für den Aufbau der mobilen Wände (bis zu 250 Per­so­nen müssen im Notfall in ganzen Gebiet des Deich­ver­ban­des mit anpacken), brachte zutage, dass der Deich­ver­band zu­sätz­lich er­wä­ge, seine Deichzentrale deutlich zu vergrößern, even­tu­ell auch an einem günstigeren Stand­ort.

Im gleichen Zusammenhang präsentierte Planer Dr.-Ing. Mi­cha­el Patt eine neue Variante des nach anfänglichen Pla­nun­gen 25 Me­ter breiten Deichtores am Dorfplatz in Stürzelberg. Es bleibt nun bei sechs Metern Breite. Die vorhandenen Schutz­ein­rich­tungen können so auch nach dem Umbau wei­ter verwendet werden.

Ältere Berichte und Kommentare finden Sie im Archiv.

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Energierverbraucher in Dor­magen könnten kräf­tig sparen, wenn sie sich nur den richtigen Ver­sor­ger aus­suchten. Der ört­liche Anbieter, die evd (Ener­gieversorgung Dor­magen GmbH), eine ge­mein­same Tochter der RheinEnergie Köln und der Stadt Dor­magen, ist da nicht un­be­dingt die erste Wahl. Un­sere lo­ka­len Politiker, die im Auf­sichtsrat des Un­ter­neh­mens sitzen, hö­ren das sicher nicht gerne, denn der Haushalt der Stadt pro­fitiert auch von den Ge­winnen der evd. Ein Wechsel zu einem ande­ren Anbieter ist im In­ter­net ganz einfach und vor allem mit keinem Qua­li­täts­ver­lust verbun­den, wenn man nicht un­be­dingt auf eine örtliche Ge­schäfts­stelle Wert legt. Nach einem neuen Ge­setz muss der Anbie­ter­wech­sel innerhalb von drei Wo­chen voll­zogen sein.

Das Vergleichsportal Veri­vox (www.verivox.de) listet allein für Strom bei einem Ver­brauch von 4000 kW/h im Jahr 295 mögliche Tarife auf, die in Dormagen ge­bucht wer­den können. Beim Grund­ver­sorgungstarif belegt die evd Platz 246, das günstigste Ange­bot des lokalen An­bie­ters steht auf Platz 203. Dabei sind weder Tarife mit Vor­auskasse, Kau­tion oder Bo­nus be­rück­sich­tigt. Es gibt also mindestens 202 Tarife anderer Lie­fe­ran­ten, die zum Teil deutlich preiswer­ter sind. So lassen sich im günstigsten Fall knapp 225 Euro im Jahr sparen.

Bei Gas sieht die Situation ähnlich aus: Bei einem Ver­brauch von 20.000 kW/h im Jahr werden 172 Tarife für Dormagen-Mitte aufgelistet. Der Tarif „evd Erdgas on­line“ steht auf Platz 130, der Tarif „evd Erdgas komplett“ auf Platz 136, der Tarif „evd Erdgas klassik“ sogar auf Platz 161 nahe am teuren Ende. Einsparungen von rund 430 Euro im Jahr sind drin, wenn Sie sich den richtigen Anbieter aussu­chen. Auch hier sind weder Tarife mit Kaution, Voraus­kasse oder Bonus berück­sichtigt. (Alle Angaben mit Stand vom 24. Januar 2015)


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