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Maulwurf

Dormagen, 23. August 2015 – Detlev Zenk, stellvertretender SPD­Frak­tionsvorsitzender im Rat der Stadt, Mitglied im Haupt­ausschuss der Stadt, Vorsitzender im Sport­ausschuss der Stadt, Mitglied im Aufsichtsrat der SVGD (Stadtmar­ke­ting- und Verkehrsgesellschaft), stellvertretendes Mitglied im Schul­ausschuss, im Kul­tur­aus­schuss, im Betriebsausschuss, im Wahl­prü­fungs­ausschuss, im Wahlausschuss (alle in Dor­ma­gen) und vielleicht auch noch in weiteren SPD-­Gremien außerhalb Dormagens (Aufzählung un­voll­ständig), hat sich jetzt von Bürgermeister Erik Lie­renfeld (SPD) eine schriftliche Rüge eingefangen. Er hatte die mit Sperrfrist 20. August, 18:00 Uhr von der Pressestelle der Stadt herausgegebenen Pres­se­mit­tei­lung zu den Überlegungen der Stadt, am Wahler Berg eine Erstaufnahmestation für Flüchtlinge ein­zu­richten, auf einer von ihm als Journalist ver­ant­wor­te­ten Internetseite bereits am 19. August um 22:56 Uhr, also mehr als 19 Stunden zu früh veröffentlicht.
Seine persönliche Erklärung für dieses „Fehl­ver­hal­ten“ (Zitat aus der Rüge des Bürgermeisters): „Die Vorab-Veröffentlichung auf einer Internet-Plattform bereits am Mittwoch-Mittag habe ich zum Anlass ge­nom­men, die Stadt darauf aufmerksam zu machen. Erst nachdem die Inhalte der Presseerklärung am Mittwoch Abend auf dem Portal der örtlichen Ta­ges­zeitung erschienen sind, hat … die Sperrfrist als nicht mehr bindend erachtet.“
Da hat also einer eigenes unrechtmäßiges Handeln mit unrechtmäßigem Handeln von anderen be­grün­det! Geht das so? Leben wir im rechtsfreien Raum? Ist bei uns also alles erlaubt, was andere (un­recht­mäßig) tun? Armes Deutschland! Wo soll das noch hinführen?
Wer als Journalist bei seinen Lesern den An­schein erweckt, er informiere unabhängig und objektiv, in Wahrheit aber als in der Wolle ge­färbter Interessenvertreter agiert, verstößt nicht nur gegen den Pressekodex (zum Öffnen dieses Links benötigen Sie möglicherweise einen PDF-Reader, z.B. von Adobe ®), son­dern führt seine Leser auch vorsätzlich in die Irre.
Bei der Häufung von öffentlichen Äm­tern (s.o.) des Detlev Zenk (Foto li.: SPD) liegt die Vermutung sehr nahe, dass er sich nicht nur aus öffentlich zugänglichen Quellen oder aus persönlichen Kontakten in­formiert, sondern auch Hinter­grund­wissen aus diesen Ämtern in seine Berichterstattung mit ein­flie­ßen lässt. Bürgermeister Erik Lie­ren­feld dazu: „Mir ist ein solcher Missbrauch von internen Informationen in meiner Amtszeit [Anm.: wenig mehr als ein Jahr] nicht bekannt.“ Vielleicht macht Herr Lierenfeld sich einmal Gedanken da­rü­ber, denn er kennt Zenk und seine Hand­lungen seit vielen Jahren. Sich hinter „in meiner Amtszeit“ zu verstecken, kann ihn nur beschädigen. Schließlich sollte er gemäß Amtseid Bürgermeister aller Dor­ma­ge­ner sein und nicht nur Bürgermeister von ein paar SPD-Mitgliedern oder –Wählern in Dor­magen. Wenn ein Bürgermeister seine eigene Partei nicht mehr im Griff hat, wer dann? Er könne keinen Einfluss auf die berufliche Tätigkeit von Rats­mit­glie­dern nehmen, auch nicht auf Ratsmitglieder aus seiner Partei, erklärte Lierenfeld dazu. Aus Sicht der SPD ist das sicher so in Ordnung, auch wenn es sich nicht um eine „normale“ Tätigkeit handelt.
Wie wäre es, wenn es einen Journalisten in einer anderen Fraktion im Stadtrat gäbe, der hier „un­ab­hängige“ politische Berichterstattung betriebe? Ich möchte das Geschrei der SPD dann nicht hören!
Bereits vor Jahrzehnten trennte sich die WZ West­deutsche Zeitung von Zenk als lokalem Be­richt­er­stat­ter. Die dortige Chefredaktion hatte von der Ver­quickung von Parteiämtern und der Rats­mit­glied­schaft ihres Mitarbeiters erfahren.
Der NRW-Landtag beschäftigt sich zur Zeit im Rah­men sei­ner Beratungen über das WDR-Gesetz unter anderem auch mit der journalistischen Un­ab­hän­gig­keit. Was dort für die Journalisten beim WDR ge­for­dert wird, sollte auch für alle anderen Vertreter die­ses Standes gelten. Eine politische Partei kann es sich einfach nicht leis­ten, dagegen zu verstoßen. Das be­schä­digte ihr Ansehen erheblich. Im konkreten Fall soll­te besonders die örtliche SPD damit ein Problem ha­ben und dieses schnellstens beseitigen.
Es gibt nur zwei denkbare Lösungen für diese Si­tu­ation: 1.) Herr Zenk legt alle öffentlichen Ämter nieder. Dann kann er als Journalist frei berichten.
2.) Herr Zenk stellt seine örtliche politische Be­richt­er­stattung ein oder er veröffent­licht seine „Werke“ ausschließlich auf den Internetseiten der SPD Dor­magen. Dann weiß man wenigstens auch offiziell, wessen „Meinung“ er vertritt.
Klar erkennbar ist die Intension dieser Be­richt­er­stattung von Seiten der Stadt: Es sollte wohl po­li­tischer Druck auf die anderen Fraktionen im Rat mit der frühzeitigen Veröffentlichung ausgeübt werden. Sie sollten quasi vor vollendete Tatsachen gestellt wer­den. Ich bin mal gespannt, ob da nicht doch noch ausführlicher Beratungsbedarf bei den anderen Frak­tionen besteht. Denn gerade in der Flücht­lings­frage hat sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Innenminister Ralf Jäger (SPD) nach weit ver­brei­te­ter Meinung mehr als über­fordert gezeigt. Die Städte müssen das jetzt aus­baden. SPD-Par­tei­mit­glieder sehen das natürlich ganz anders. Und Bür­germeister Erik Lierenfeld hält den Lan­des­po­litikern tapfer die Stange …
Übrigens: Dormagen-News hat sich selbst­ver­ständ­lich an die Sperrfrist gehalten und die Meldung zum Wahler Berg nicht veröffentlicht.



Abschied von Kai Uffelmann

Dormagen, 29. Mai 2015 – Die Goldene Mün­ze der Stadt Dormagen gab’s zum Abschied für den ausscheidenden Ersten Bei­ge­ord­neten Kai Uf­felmann (Foto). Ab dem kom­men­den Montag sitzt er auf sei­nem neuen Sessel als Kreisrat in Winsen an der Luhe (bei Ham­burg).



Die Belle Étage in dritten Stockwerk des Rathauses war nicht wiederzuerkennen. Wo sonst büro­kra­ti­sche, nüchterne und geschäftige Sachlichkeit herrscht, war ein meterlanges Buffet mit Fingerfood und einer leckeren heißen Suppe aufgebaut. Kölsch, Sekt und Antialkoholisches wurde gereicht. Im ehe­ma­ligen Ratssaal sammelte sich die Crème de la Crème aus Dormagen und Umgebung dicht an dicht. Die Na­mensliste der Prominenten würde hier den Rah­men sprengen. Alle waren gekommen, um sich persönlich zu verabschieden von einem gebürtigen Frankfurter mit mün­sterländer Ambitionen, der sich nach einer vier­jäh­rigen Zwischenstation in Dor­ma­gen anschickt, den hohen Norden zu erobern.
Dort will er künftig Wurzeln schlagen, seine Karriere fortführen. Die Weichen für ein Eigenheim für sich und seine Familie sind schon gestellt, in gut er­reich­barer Fahr­rad­nähe (trotz Dienstwagen) zur Kreis­ver­waltung, seinem neu­en Dienstsitz. Das war ein Ab­schied mit vielen la­chen­den Augen, zwischendurch auch mal einem ern­sten, fast traurigen Ge­sichts­aus­druck des zu Ver­ab­schiedeten und einer launigen, freundschaftlich ge­präg­ten Rede von Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, der ihm neben der wertvollen Ge­denk­mün­ze als Andenken an sein Schaffen in Dor­ma­gen einem Südwester (wasserdichte Kopfbedeckung für See­fah­rer, wird meist aus Öltuch hergestellt) gegen er­wart­bare stürmische Zeiten nahe der Meere und an der Elbe überreichte.

Das Personalkarussell
im Rathaus dreht sich

Dormagen, 9. April 2015 – Bürgermeister Erik Lierenfeld muss handeln. Der Weggang des Ers­ten Beigeordneten und Kämmerers Kai Uf­felmann per 31. Mai zum Landkreis Har­burg (bei Hamburg) löst in der Stadt­ver­waltung eine gan­ze Rei­he von Veränderungen aus. Erik Lie­ren­feld will entgegen früherer SPD­-Meinung die Chance nutzen, die Ver­wal­tungs­spitze auf nur noch drei Personen zu ver­kleinern – Bür­ger­meister und zwei Bei­ge­ordnete als Wahl­be­amte. Damit fielen län­ger­fristig die von Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoff­mann als „Not­lö­sung“ eingeführten De­zer­nen­ten­stellen weg – eine Einsparung von rund 120.000 Euro an Personalkosten im Jahr und gleichzeitig Weg­fall einer Hierarchieebene.
Da es bis zur Wahl eines Nachfolgers von Kai Uf­fel­mann durchaus Jahresende sein könnte, muss der Ge­schäftsverteilungsplan geändert werden, damit der „Laden“ weiterlaufen kann. Erste Nutznießerin ist die jetzige Dezernentin Tanja Gaspers. Sie über­nimmt ab 1. Juni die Kämmerei als Dezernentin und wird damit verantwortlich für den kommenden Haus­haltsplan. Vorgesehen ist, sie später auch zur Bei­ge­ord­neten und Kämmerin aufzuwerten. Ab­wan­de­rungs­gelüste habe sie, so der Bürgermeister, dann wohl nicht mehr. Denn ihr Karriereziel, Wahlbeamtin zu werden, sei ja erst einmal erfüllt.
Auch Dezernent Gerd Trzeszkowski wird al­ters­be­dingt spätestens am 30. April 2017 ausscheiden. Das sei jetzt schon abzusehen. Bis dahin soll er ab 1. Juni zum weiteren allgemeinen Vertreter des Bür­ger­meis­ters ernannt werden, um mindestens drei hand­lungs­fähige Personen in der Verwaltungsspitze zu haben.
Die Lücke in der obersten Verwaltungsebene soll ein neuer Erster Beigeordneter auffüllen. Der Rat soll in seiner Sitzung am 21. April die Aus­schrei­bungs­un­terlagen beschließen. Gesucht wird idealerweise ein Volljurist, der nach den jetzigen Plänen die Be­rei­che Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr und Ret­tungs­dienst, Bildung und Kultur, Jugend, Soziales, Woh­nen und Schule und die Aufsicht über den Dor­magener Sozialdienst übernehmen und als all­ge­meiner Ver­tre­ter des Bürgermeisters fungieren soll.
Ausdrücklich erwünscht seien auch Bewerbungen von Frauen. Es bestünde also die theoretische Chan­ce, dass die künftige Verwaltungsspitze zu zwei Dritteln mit Frauen besetzt ist. Damit wäre die von oben verordnete Frauenquote deutlich übererfüllt. Für Erik Lierenfeld als dann möglicher „Hahn im Korb“ viel­leicht eine verlockende Vorstellung.
Dem Vernehmen nach ist allerdings parteiintern schon alles klar: In Köln steht wohl schon ein Wunsch­kandidat der SPD in den Startlöchern. Ent­scheiden über die Besetzung der Stelle wird al­ler­dings der Rat. Die Vorauswahl trifft eine Fin­dungs­kom­mission aus Vertretern aller Ratsparteien.
Die Stellenausschreibung soll kostengünstig gestaltet werden. Eine Unternehmensberatung (mit Kosten von rund 50.000 Euro) soll nicht eingeschaltet wer­den. Einzig Anzeigen in der FAZ und in einschlägigen Internetportalen und auf der Homepage der Stadt Dormagen sollen die Kosten auf rund 9.000 Euro be­grenzen.

Lierenfeld BM-Kandidat der SPD

Dormagen, 18. Januar 2014 – Nun hat sich auch die SPD entschieden. Ratsherr Erik Lie­renfeld soll demnächst von der Mit­glie­der­ver­sammlung zum Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten in Dormagen nominiert werden, teilte die SPD gestern mit.
Der Politik-Youngster Lierenfeld (27 Jahre alt) be­kleidet derzeit nebenbei hier das Amt eines stell­ver­tretenden (ehrenamtlichen) Bürgermeisters und ist gleichzeitig Stadtverbandsvorsitzender seiner Partei. Er tritt gegen den starken CDU-Kandidaten und jet­zi­gen hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Dor­ma­gen, Peter-Olaf Hoffmann und den Zentrums-Kan­di­da­ten Hans-Joachim Woitzik am 25. Mai zur Wahl um den Posten des zukünftigen Ver­wal­tungs­chefs im Rathaus an.

Förderverein spendet Musikinstrumente

Dormagen, 12. Mai 2013 - Auch in diesem Jahr schenkt der Förderverein der städ­ti­schen Musikschule Musikinstrumente im Wert von fast 3.700 Euro. Das teilte der Vor­sit­zende des Fördervereins der Musikschule, Wolfgang Horst, in der letzten Vorstands­sit­zung mit. Und das solle auch in den kom­menden Jahren so bleiben.
So kann sich Bärbel Hölzing, Leiterin der Musik­schule, darüber freuen, dass auf ihren Vor­schlag hin der Förderverein Instrumente im Wert von 1.800 Euro für das laufende Jahr bewilligt hat.
Mit einem Zuschuß wird man auch die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Dormagen - St. An­dré unterstützen. Es sei ein Auftritt des Mu­sik­schul­orchesters mit etwa 40 Jugendlichen in der Part­ner­stadt fest eingeplant.
Positiv wurde die Teilnahme am „Kulturrucksack“ der beiden Städte Dormagen und Monheim begrüßt. Hier bereichert die Mu­sik­schule mit zahlreichen Dar­bie­tungen das Kul­tur­pro­gramm beider Städte.
Am 7. Juli steht das traditionelle Musikschulfest an der Langemarckstraße auf dem Programm. Erst­ma­lig wird eine Hüpfburg neben anderen Attraktivitäten das Rahmenprogramm erweitern, konnte Kristin Schulz, stellvertretende Vorsitzende, stolz ver­mel­den. Er­war­tet werden auch wieder zahlreiche Auf­tritte von En­sem­bles und Gruppen der Musik­schule Dormagen. Es wird eine Leistungsschau der Musiker der städtischen Kultureinrichtung werden. Alle Bür­gerinnen und Bür­ger sind herzlich eingeladen.

Dipl. Ing. Klemens Diekmann
wird neuer evd-Geschäftsführer

Dormagen, 13. Januar 2013 – Der zukünftige Chef in der evd (Energieversorgung Dor­ma­gen GmbH) hat jetzt auch ein Gesicht: Der Aufsichtsrat des örtlichen Energie- und Was­serversorgers hat sich in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten für Dipl. Ing. Klemens Diekmann (49, Foto rechts) entschieden.
Der Vertrag sei bereits unterschrieben, verkündete Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann heute beim Neujahrsempfang der Stadt im Leibniz-Gynasium vor mehreren hundert geladenen Gästen.
Klemens Diekmann war seit 2009 Geschäftsführer bei den Stadtwerken in Haltern am See (nördliches Ruhrgebiet). Er löst den nach 28 Jahren auf eigenen Wunsch vor dem eigentlichen Vertragsende aus dem Amt scheidenden jetzigen Geschäftsführer Rudolf Esser spätestens zum 30. Juni des Jahres ab. Wann Klemens Diekmann genau nach Dormagen kommt, entscheidet sein bisheriger Brötchengeber mit der entsprechenden Freigabe. Diekmann möch­te auf jeden Fall vorher die Gelegenheit nutzen, sich hier einzuarbeiten. Da die Stadt Dormagen die Mehrheit (51 Prozent) an dem örtlichen Versorger hält, freut sich (nicht nur) Kämmerer Kai Uffelmann (Foto links) auf frischen Wind in der städtischen Toch­ter­ge­sell­schaft.

BI BAD sammelt 6.631 Unterschriften

Dormagen, 18. Oktober 2012 – Die BI BAD hat heute vier Aktenordner mit insgesamt 6.631 Unterschriften zu ihrem Bür­ger­begehren an Bürgermeister Peter-Olaf Hoff­mann über­ge­ben. Nun muss der Stadtrat am 6. November über das Anliegen von Elke Zaum, Kerstin Born (Foto v.l.) und ihren Mitstreitern aus Nievenheim entscheiden, ob das dortige Hallenbad erhalten bleibt und in einen ak­zeptablen Zustand versetzt werden soll.
Lehnt der Rat das Bürgerbegehren in seiner näch­sten Sitzung am 6. November ab – wie schon am 1. Oktober den Antrag zur Römer Therme – findet ein Bürgerentscheid innerhalb einer Drei-Monats-Frist bis spätestens 6. Februar 2013 in Dormagen statt. Das wäre dann der zweite in der Stadt­ge­schichte. Kerstin Born: „Wir wollten keinen Bür­gerentscheid in der Weihnachtszeit. Deshalb ge­ben wir die Unterschriften auch erst heute ab.“
„Die Verwaltung wird die Unterschriften bis zur Rats­sitzung geprüft haben. Dann entscheiden die Politiker, wie es weitergeht.“ erläutert Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoffmann die kommenden Schrit­te.
Die BI BAD hatte bereits in den ersten Tagen ihrer Aktion in Nievenheim und der näheren Umgebung mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt. „Da aber ganz Dormagen entscheiden sollte, haben wir da­nach auch alle anderen Stadtteile besucht und bei der Bürgern nachgefragt.“ verrät Kerstin Born über das Zustandekommen der Listen. Allein rund um das Einkaufszentrum an der Mathias-Giesen-Straße sind an nur zwei Aktionstagen der Bürgerinitiative mehr als 1.500 Unterschriften von Befürwortern zusammen gekommen. Im Gegensatz zum Bür­ger­antrag zur Römer Therme steht kein mit­glieder- und fi­nanz­star­ker Verein mit wirt­schaft­lichen Interessen hinter den Aktivisten aus Nie­venheim. Alle Aktionen der BI BAD werden aus Privatschatullen bezahlt. Dabei wurden sie sogar von Bürgern aus dem Neusser Süden personell unterstützt.



Vandalen beschädigten mindestens neun Pkw

Dormagen 31. März 2013 - In der Nacht zum Oster­sonntag wüteten Vandalen in Nie­ven­heim. Sie beschädigten mutwillig zahl­rei­che Pkw. Die Spur der Schäden zieht sich von der Straße „Am Norfbach“ über die Straße „Auf der Hardt“ bis zur Koniferen- und zur Pla­ta­nen­straße.
Mutwillig wurden Spiegel abgetreten und andere Schäden verursacht. In vielen Fällen deutet die Spu­renlage darauf hin, dass die Täter über die Fahrzeuge gelaufen sind und dadurch erhebliche Schäden ver­ur­sacht haben. Bisher wurden der Po­li­zei neun Fälle bekannt.
Ersten Ermittlungen zufolge dürfte es sich bei den Tätern um drei Jugendliche handeln, die in der Nacht gegen 03:30 Uhr im Bereich „Am Norfbach“ und „An der Birk“ beobachtet wurden. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, sollte sich mit der Polizei im Rhein-Kreis-Neuss, Telefon 02131 3000 in Ver­bindung setzen.

Falscher Wasserwerker unterwegs

Dormagen, 23. Juli 2012 - Ein unbekannter Mann klingelte vergangenen Samstag vor­mit­tags an der Wohnungstür einer Seniorin auf der Langemarkstraße und gab sich als Mit­ar­beiter der „Wasserwerke NRW“ aus. Er zückte kurz einen Ausweis, vermittelte einen se­ri­ösen Eindruck und verschaffte sich so Zugang zur Wohnung der älteren Frau.
In einem unbeobachteten Moment durchsuchte der Unbekannte das Schlafzimmer nach Wertsachen und ließ eine Schmuckschatulle mitgehen. Nachdem er das Haus verlassen hatte, wurde die Seniorin misstrauisch und stellte fest, dass sie einem drei­sten Trickdieb aufgesessen war. Die eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: Circa 40 Jahre alt, schlanke Figur, bekleidet mit Jeans, T-Shirt, schwarz-weißen Turnschuhen und Base­ball­cap. Er sprach hochdeutsch und hatte ein gepflegtes Er­scheinungsbild.
Hinweise zur verdächtigen Person oder möglichen anderen Opfern des Trickdiebes unter der Te­le­fon­nummer 02131 3000 an die Polizei.


Satzung des Deichverbandes soll überarbeitet werden:

Beschlüsse zur

Deichsanierung

und für mehr

Gebührengerechtigkeit

Dormagen, 24. Mai 2016 – Der Erbentag, das „Par­la­ment“ des Deichverbandes, hat gestern Abend ein­stim­mig be­schlossen, seine Satzung zu ändern. Damit soll zukünftig mehr Gebührengerechtigkeit hergestellt wer­den – und natürlich Mehreinnahmen erzielt wer­den. Karl Kress, gleichzeitig Ratsmitglied der CDU, hat als Vorsitzender des Arbeitskreises Recht ein um­fang­rei­ches Dossier zur Abstimmung vorgelegt.

Deutlich mehr als 100.000 Euro sollen damit an Bei­trags­mehr­ein­nahmen erzielt werden. „Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, das einzelne Mitglied stärker zu belasten.“ beruhigte Karl Kress. Bei einem Vergleich mit den Satzungen von an­de­ren Deich­ver­bänden war aufgefallen, dass in Dormagen die Ge­büh­ren­be­rech­nung optimiert werden kann. Hier wird der Beitrag in aller Regel nach der Grundstücksgröße kalkuliert. In Zukunft will man die Ge­büh­ren­höhe nach dem vom Fi­nanz­amt festgestellten Ein­heits­wert des jeweiligen geschützten Grund und Bodens berechnen. Außerdem sollen Ein­zel­an­la­gen anders als bisher bewertet wer­den. Das sind zum Beispiel Straßen, Waldflächen, Friedhöfe, Ka­nal­netze, Verteilerkästen, Straßenlampen und Ent­wäs­se­rungs­an­lagen (um nur einige zu nennen). So kann es nach Meinung von Karl Kress nicht sein, dass die Straßenfläche der Bundesstraße 9 im Gebiet des Deichverbandes Dormagen-Zons mit 6,50 Euro pro Hektar be­rech­net wird, im angrenzenden Deichverband Neuss-Ue­des­heim aber mit 60 Euro für die gleiche Fläche.

Neueste Karten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Ver­brau­cherschutz (LANUV) belegen nach Meinung von Kress au­ßer­dem, dass das jetzige Verbandsgebiet viel zu klein be­rech­net sei. Derzeit seien rund 35 Prozent des Stadtgebietes Pflicht­mitglieder im Deichverband Dormagen-Zons. Von ei­nem Extremhochwasser gefährdet seien aber rund 60 Pro­zent (siehe auch: die schraffierte Fläche auf der Karte oben).

Diese Flächen würden nach der Sa­nie­rung von den neuen Deichen und Schutz­ein­richtungen geschützt, also auch beitragspflichtig. Nach Aus­le­gung von Karl Kress (Foto) betrifft das alle, deren Grundstück vor Hoch­wasser bewahrt oder bei denen das auf das Grundstück fallende Re­gen­was­ser ab­ge­führt wird. Denn: Steigt das Hoch­was­ser, dann steigt auch das Grundwasser. Nach dem Grund­satz der Ver­hält­nis­mäßig­keit sollen alle Insellagen – höher als 42 Meter über dem Meeresspiegel – nur mit zwanzig Prozent der Kos­ten­anteile belastet werden.

Im Internet unter

http://de-de.topographic-map.com/places/Dormagen-213031/

kann jeder auf einer interaktiven Karte für jede Stelle im Stadt­gebiet nachsehen, ob seine Adresse oberhalb oder un­terhalb der „magischen“ Hochwassergrenze von 42 Metern Höhe über dem Meer liegt. Der Mühlenbuschweg in Straberg liegt zum Beispiel bei 47 Metern.

Der Arbeitskreis Recht und Finanzen wurde vom Erbentag ein­stim­mig beauftragt, die neuen Veranlagungsregeln als Teil der Satzung zu entwerfen. Mit dem Ziel, bauliche, technische und sonstige Anlagen, die einen Nutzen aus der Hoch­was­ser­sicher­heit ziehen, in die Veranlagungsregeln mit ein­zu­be­zie­hen. Über eine neue Satzung wird dann gesondert ab­ge­stimmt. Sie muss dann auch von der Bezirksregierung ge­neh­migt werden.

Die letzen Beschlüsse zur anstehenden Deichsanierung sind auch gefallen: Im Planungsabschnitt 6 östlicher Teil (zwischen Heckhof und dem Beginn der Ortslage Zons) soll eine in den Deich ein­ge­stellte Spundwand, die aus dem überarbeiteten Deichkopf im Mittel einen Meter herausragt, den Schutz ge­währ­leisten. Das alles mit möglichst geringer zusätzlicher In­an­spruch­nahme von Land. „Geld ist wichtig. Geld ist aber nicht alles. Eine gute Lösung ist hier wichtig, hinter der wir alle stehen.“ betonte Deichgräf Reinhard Hauschild die hier mög­li­cher­weise teurere Lösung im Sinne der landwirtschaftlichen Flächen.

Im Planungsabschnitt 4 nördlicher Teil (zwischen Zons und dem Schalthaus der Firma Currenta) wurde die Variante eines Drei­zonen-Erddeiches im Wesentlichen auf der bisherigen Trasse be­schlossen.

CDU-Stadtverband unter neuer Führung:

Hans Ludwig Dickers soll es richten

Dormagen, 21. Mai 2016 – Hans Ludwig Dickers (Foto oben) ist der neue Mann an der Spitze des CDU-­Stadt­verbandes. Das hat gestern Abend die Mit­glie­der­ver­samm­lung in der Mensa der Nievenheimer Ber­tha-von Suttner-Gesamtschule beschlossen. 48 der 50 an­we­sen­den Parteimitglieder stimmten für ihn, einer mit Nein, einer enthielt sich. Bei der Wahl gab es keinen Ge­gen­kan­di­daten.

Der 57-jährige Straberger, im Hauptberuf Im­mo­bi­lien­fach­mann bei der Sparkasse und seit 2009 für die Partei im Kreis­tag, dort Sprecher im Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Ka­tas­tro­phenschutz, übernimmt damit zwar „nur“ das Amt des stell­ver­tretenden Stadtverbandsvorsitzenden, ist aber de facto im Team zusammen mit Alana Voigt, die die wei­te­re stellvertretende Stadt­ver­bandsvorsitzende ist, jetzt fe­der­füh­rend.

Sein Vorgänger Kai Weber, der ursprünglich für das Amt des ört­lichen Parteichefs vorgesehen war, ist nun neuer Chef der CDU-­Ratsfraktion als Nachfolger von André Heryschek. Weber wird in der nächsten Ratssitzung am 23. Juni sein Amt erst­mals öffentlich wahrnehmen, denn erst dann zieht er über­haupt als Mitglied in das Gremium ein – als Nachrücker für den gleichzeitig aus­schei­den­den Delhovener Norbert Dah­men. Norbert Dahmen ist jetzt Kämmerer im Kreis Viersen.

Der bisherige Stadtverbandsvorsitzende Frank Goertz hatte in der Mitgliederversammlung am 10. März (Dormagen-News be­rich­tete) ankündigen lassen, das Amt aus beruflichen Grün­den aufgegeben zu müssen. Er zieht nach Süddeutschland. Er wird ebenfalls aus dem Rat ausscheiden. Thoma Sollig aus Rheinfeld wird sein Nachfolger.

Ein Nachfolger als CDU-Stadtverbandsvorsitzender soll jetzt erst im September bei der nächsten Mitgliederversammlung ge­wählt werden. Man sucht bereits intensiv. Kai Weber dazu: „Die Er­eig­nis­se hatten sich in der jüngsten Vergangenheit der­art überschlagen, dass wir kurzfristig keinen Kandidaten fin­den konnten. Die Fort­führung der parteipolitischen Arbeit ist mit Hans Ludwig Dickers gemeinsam mit Alana Voigt aber gewährleistet.“

„Die Partei muss handlungsfähig bleiben. Deshalb habe ich mich überzeugen lassen, das Amt zu übernehmen. Allerdings aus­drück­lich nur kommissarisch. Wenn ich wirklich mehr ge­wollt hätte, wä­re die Gelegenheit ja da gewesen.“ beschreibt Hans Ludwig Dic­kers seine Intensionen und Visionen. Der Ta­ges­ord­nungs­punkt „Wahl des Stadtverbandsvorsitzenden“ entfiel deshalb auch er­satz­los. Im kommenden Jahr wird der Stadt­ver­bands­vor­stand tur­nus­gemäß neu gewählt. Dann wer­den die Karten neu ge­mischt. Einblick in die Arbeit des Stadtverbandes hat Hans Ludwig Dickers ja schon lange. Als Straberger Orts­vor­stands­mitglied war er dort seit vielen Jah­ren Beisitzer. Und ganz ne­ben­bei ist seine Ehefrau Hiltrud Dickers dort Geschäftsführerin mit guter Einsicht in das Ta­ges­ge­schäft. Manche politische Ideen ließen sich dann sogar am heimischen Küchentisch diskutieren.

Dass die Personalverwerfungen in der Dormagener CDU noch lan­ge nicht begraben sind, lässt sich an der Tatsache festmachen, dass die führenden Fraktionsmitglieder Jo Deu­ßen und Charly Hei­nen und auch Ex-Fraktionschef André He­ry­schek anderweitige Verpflichtungen hatten und nicht zur Mit­glie­der­ver­sammlung er­schie­nen waren.

Kein CDU Fraktionsvorsitz mehr,
kein Landtagskandidat mehr:

André Heryschek schmeißt hin

Dormagen, 26. April 2016 – Intrigen, Animositäten, Un­wahrheiten, verdrehte Tatsachen, ins schlechte Licht ge­rückt – jetzt reicht es André Heryschek! Der 31-jäh­rige Bun­desbeamte tritt nach noch nicht einmal zwei Jahren als CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt und Kan­didat für das Landtagsmandat im Wahlkreis Neuss II zurück. „Ich nehme mich selbst zurück und stel­le mich in die zweite Reihe.“ Im Rat der Stadt will er zukünftig auf den hinteren Bänken Platz nehmen.

Diesen Schritt kündigte er bereits heute Mittag in den So­zia­len Netzwerken an. In einem gerade veröffentlichten zwei­sei­tigen Sta­tement begründet André Heryschek seine nicht ganz über­raschende Entscheidung dann sehr ausführlich: „In erste Linie handelt es sich [bei seinen Kritikern] um Parteikollegen, die in der Zeit von 1999 bis 2014 maßgeblich daran beteiligt waren, dass die CDU-Ratsfraktion durch sinkenden Zuspruch der Bevölkerung von 24 auf 16 Sitze geschrumpft ist.“ Er sei überambitioniert und wür­de Politik lediglich betreiben, um seine eigene Karriere zu befördern, warfen ihm seine par­tei­in­ter­nen Kritiker vor und brems­ten ihn aus.

Heryscheks Abrechnung ist hart und konsequent, entspricht aber auch den Eindrücken von Beobachtern. Bereits am 3. März, bei seiner Nominierung als Dormagener Kandidat für den Land­tags­wahl­kreis, hatte es rückwärtsgewandte, teilweise unter die Gür­tellinie gehende Diskussionen mit einer kleinen Gruppe aus der „alten Garde“ vergangener Dormagener Po­li­tik­größen gegeben. Das Ergebnis ist bekannt: nur 7 von 10 Par­teimitgliedern un­ter­stütz­ten bei der Wahl (ohne Ge­gen­kan­didat/in) seine Kandidatur. Für die Entscheidung der Kreis­par­tei um die Landtagskandidatur am 23. Juni stehen jetzt nur noch die Bewerber Heike Troles (Gre­venbroich) und Michael Willmann (Rommerskirchen) zur Auswahl. Es hatte sich ab­ge­zeich­net, dass dem Dormagener Kandidaten gerade aus dem Kreis der zwanzig Dormagener Wahlmänner und –frauen die Unterstützung verweigert würde. Er werde trotzdem je nach Ausgang der Wahl sowohl Heike Troles als auch Michael Will­mann tatkräftig unterstützen, bekräftigte André Heryschek in seiner Erklärung.

Der ausschlaggebende Grund für den Rückzug ist aber mög­li­cher­weise die Abstimmungsniederlage in der letzten Rats­sit­zung. Dort hatten sieben Abweichler aus dem bürgerlichen Lager in ge­hei­mer Abstimmung gegen einen von Heryschek vorgetragenen An­trag gestimmt – trotz mehrheitlichem Vo­tum im Arbeitskreis und einstimmigem Beschluss in der vorangehenden Fraktionssitzung. André Heryschek sieht des­halb das bisherige gegenseitige Ver­trau­en als nachhaltig be­schä­digt an.

Wie es mit der CDU-Fraktion weitergeht, muss das am kom­men­den Montag tagende Gremium entscheiden. Es zeichnet sich aber in Gesprächen ab, dass der zukünftige Frak­tions­vor­stand voll­ständig umgebaut werden muss. Jo Deußen hatte schon durch­blicken lassen, dass er überlege, ohne seinen Freund André sein Amt als stellvertretender Frak­tions­vor­sit­zen­der aufzugeben. Auch ein weiteres Frak­tions­vor­stands­mit­glied will dann wieder zurück ins Glied. Vielleich haben die Abweichler damit ja ihr Ziel erreicht? Der CDU wird es auf jeden Fall schaden.

Wer nichts Besseres zu tun hat, als einem jungen, of­fen­sicht­lich fähigen Bewerber Knüppel zwischen die Beine zu werfen, einen Spießrutenlauf zu veranstalten, muss sich nicht wun­dern, wenn die Partei an Rückhalt bei den Wählern verliert.

Datenautobahn auch für Ückerath, Nievenheim, Delrath, St. Peter und Stürzelberg:

Highspeed-Internet auch im Norden

Dormagen, 21. April 2016 – Es war schon einige Zeit als Gerücht unterwegs, jetzt ist es offiziell. Ein weiterer Ver­trag zwischen der evd (Energieversorgung Dor­ma­gen) und NetCologne ist unterschrieben: Auch Ücke­rath, Nie­ven­heim, Delrath, St. Peter und Stürzelberg werden ans schnelle Internet angeschlossen. Selbst das geplante Ge­werbegebiet am Silbersee kann an­ge­bun­den werden. Das haben die Geschäftsführer von NetCologne und evd, Jost Hermanns und Klemens Diek­mann zusammen mit Bür­germeister Erik Lie­ren­feld (Foto oben v.l.) heute be­kannt gegeben. Fertig soll der Glasfaserausbau spä­tes­tens Ostern 2017 sein.

Damit wären dann mehr als drei Viertel aller Dormagener Haus­halte und 625 Gewerbetreibende mit Internet-Band­brei­ten von bis zu 100 M/bits versorgt (siehe Karte). „Und das alles ohne jeg­li­che staatliche Zuschüsse“, betont Erik Lie­ren­feld stolz. Man redet nicht, man handelt. Bei der Kreis­ver­waltung ist man noch in der Planungsphase. Die Umsetzung mit der Deutschen Glasfaser hängt an einer Be­völ­ke­rungs­be­tei­li­gung von vierzig Prozent, die mancherorts nicht er­reich­bar scheint. Das ist in Dormagen nicht der Fall. Hier geht es ohne vorherige vertragliche Festlegung durch die Kunden.



Die preisgünstige Umsetzung des Glasfaserausbaus ist vor allem der Zusammenarbeit mit den Technischen Betrieben der Stadt (TBD) zu verdanken. Die haben nämlich gegen ein Endgelt erlaubt, die Kabel in einer neuartigen Verlegetechnik in den vorhandenen Abwasserrohren zu verlegen. „Damit spa­ren wir nicht nur einen erheblichen Teil der Tiefbaukosten, sondern können auch die Be­lastung der Bürger durch Bau­stellen auf den Straßen erheblich re­du­zieren“, freut sich Kle­mens Diekmann. So ist der Glas­fa­ser­aus­bau zwar in aller Munde, aber weitestgehend unbemerkt von der Bevölkerung unterwegs.

Die Kabel in der Innenstadt, in Horrem, Rheinfeld und Zons sind bereits verlegt. In Straberg und Gohr liegt man mit dem Bau­fort­schritt im Plan. Ab Juni sollen auch hier die Anschlüsse möglich sein.

Die evd nimmt weitere 1,2 Millionen Euro in die Hand, um das Pro­jekt zu realisieren. Es werden im nördlichen Bauabschnitt 16,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 35 weitere Net­Co­logne-Tech­nikgehäuse aufgestellt, von denen dann die be­ste­hen­den Haus­anschlüsse (die „letzte Meile“) geschaltet werden können. Im geplanten Baugebiet Nievenheim IV erwägt man sogar den di­rek­ten Glasfaseranschluss an die einzelnen Häu­ser – ohne den Um­weg über einen anderen Betreiber. „Das ist möglich, weil die voll­ständige Infrastruktur von Gas, Wasser und Strom ebenfalls in die Häuser gebracht werden muss. Ein zusätzlicher Glas­fa­ser­an­schluss würde das kaum verteuern“, ist sich Klemens Diekmann sicher.

Bereits 550 Kunden haben sich schon vorregistriert, um bald­möglichst am technischen Fortschritt teilhaben zu können. Bür­germeister Erik Lierenfeld muss auf seinen privaten An­schluss noch bis zum 16. August warten, weil erst dann sein Vertrag mit dem bisherigen Anbieter ausläuft. „Wenn einmal alles läuft, hilft uns die Mund-zu-Mund-Propaganda, schnell viele weitere Men­schen zu erreichen“, ist sich NetCologne-Geschäftsführer Jost Her­manns sicher. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass solch ein Projekt dann schnell auf finanziell si­che­ren Beinen steht. Viele können noch nicht wechseln, weil sie derzeit anderweitig vertraglich ge­bun­den sind.“ Die Ver­tragsrestlaufzeiten können bis zu 24 Mo­na­te betragen.

Um die Vorteile des Highspeed-Internets an den Mann und die Frau zu bringen, plant NetCologne zwei Info-Abende, am 26. April in der Gesamtschule Nievenheim und am 28. April im Schüt­zen­haus Stürzelberg, jeweils ab 18:30 Uhr. Auch auf dem Dormagener Frühlingsfest am 7. und 8. Mai ist NetCologne mit einem Stand in der Innenstadt vertreten.

Freiwillige Feuerwehr Dormagen mit neuer Leitung:

Ein Pyrrhussieg!

Dormagen, 19. April 2016 – „Nicht amtsangemessen“ be­fand das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Mon­tag in einem Eilverfahren die vorübergehende Ver­set­zung von Sabine Voss (Foto oben) weg von der Stelle als Lei­terin der Dormagener Berufsfeuerwehr zum Bau­amt als Pro­jektleiterin für die kommunale Hoch­was­ser­schutz­pla­nung. Die städtische Branddirektorin war nach in­ter­nen Konflikten im vergangenen De­zem­ber vom Ver­wal­tungs­vor­stand abgelöst worden, um „den inneren Frie­den in der Feuerwehr“ wie­der­her­zustellen. Dort hatte es mo­na­te­lang heftig ge­bro­delt. Das Gericht verfügte jetzt, sie solle wieder auf ihren vorigen Dienstposten zu­rück­ver­setzt werden.

Ein Sieg? Wohl kaum. Denn bereits im der Dezember-Rats­sitzung war beschlossen worden, die erst vor wenigen Jahren gegründete Be­rufs­feu­er­wehr wieder in eine Freiwillige Feu­er­wehr zurück zu über­führen. Heute Abend entschied der Rat dann in letzter Kon­se­quenz über die Nachfolge der kalt­ge­stell­ten Feuerwehrchefin.

Auf Vorschlag des Kreisbrandmeisters und nach Anhörung der Feuerwehrangehörigen wurde Bernd Eckhard gemeinsam mit Gerd Gleich und Jörg Schulz zur neuen Leitung der Frei­willigen Feu­er­wehr Dormagen bestellt. Der Personalrat muss morgen noch zu­stimmen. Das gilt aber als sicher.

Ein Widerspruch zum Urteil des Verwaltungsgerichts? Nein. „Mit der jetzigen Regelung, die schon vor dem Ausgang des Eil­ver­fah­rens so vorgesehen war, haben wir die vom Gericht eingeräumte Möglichkeit einer neuen Entscheidung genutzt“, erklärte Bür­germeister Erik Lierenfeld in der heutigen Rats­sitzung. Sabine Voss wird innerhalb der Verwaltung die Stabs­stelle für Sicherheit übernehmen.

Zu den Aufgaben der geplanten Stabsstelle gehören unter an­de­rem das Krisenstabsmanagement, der Zivilschutz, der Ka­tas­tro­phenschutz, Bereiche des vorbeugenden Brand­schut­zes und die Hochwasserschutzplanung. „In der heute ver­än­derten Be­dro­hungs­si­tua­tion sind auch die Kommunen nach Einschätzung der zuständigen Bundesbehörden gefordert, ihre Anstrengungen im Sicherheitsbereich noch einmal deut­lich zu verstärken“, so der Bürgermeister. Sabine Voss bringe dazu auch durch ihre frühere berufliche Erfahrung im Pla­nungsstab bei der Fußball-Welt­meis­terschaft in Frankfurt beste Voraussetzungen mit.

Damit hat die Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts kei­nen Einfluss auf die Bestellung der neuen Leitung der Freiwilligen Feu­erwehr Dormagen. Selbst in einem möglichen Hauptverfahren vor dem Verwaltungsgericht bestünde für Sabine Voss kein An­spruch auf Übernahme der gesamten Wehrführung. „Dies hat auch das Verwaltungsgericht in sei­ner Eilentscheidung bereits dar­ge­stellt“, bestätigte der Erste Beigeordnete Robert Krumbein.

André Heryschek will für die CDU in den Landtag:

„Rheinische Kämpfernatur“

Dormagen, 10. März 2016 – Nach dem Willen der Dor­ma­ge­ner CDU-Mitglieder tritt André Heryschek am 14. Mai 2017 als Kandidat des Wahlkreises 45 (Dormagen, Gre­ven­broich, Rommerskirchen) zur Landtagswahl an. Er müss­te sich dann gegen einen noch nicht be­nann­ten SPD-­Bewerber durchsetzen. Derzeitiger direkt ge­wähl­ter Wahlkreis-Vertreter ist Rainer Thiel. Er hatte den Dor­ma­ge­ner Rechtsanwalt Wiljo Wimmer (CDU) über­raschend bei den letzten Wahlen vom Thron gestoßen und damit dessen politische Karriere (vor­läufig) beendet.

Der erst 31-jährige Heryschek ist seit der letzten Kom­mu­nal­wahl 2014 CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Dor­ma­gen, ge­hört dem Gremium aber schon seit 2009 an. Zusätzlich war er fünf Jahre lang Vorsitzender der Jungen Union und dreieinhalb Jahre Vor­sitzender des CDU-Stadt­ver­bandes in Dormagen. Im Haupt­be­ruf arbeitet der studierte Master of Business Administration bei einer Bundesbehörde in Köln. Zwischenzeitlich hatte sich auch die frühere CDU-­Stadträtin Tanja Engwicht um das Amt beworben, vor kurzem aber aus persönlichen Gründen einen Rückzieher ge­macht. Deshalb stand André Heryschek gestern als einziger Be­wer­ber auf der Liste.



51 der 73 anwesenden CDU-Mitglieder in der Aula der Schule am Chor­busch gaben ihm gestern Abend nach einer fein for­mu­lierten Bewerbungsrede ihre Stimme. 18 CDU-Mitglieder stimmten mit nein, vier enthielten sich bei dem Votum. Unter den Anwesenden war auch Ex-Beigeordneter Ulrich Cyprian, der jetzt Kämmerer in Krefeld ist, und der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-­Landtagsfraktion und Vorstand der Kreispartei, Lutz Lie­nen­käm­per.

Als Landtagsabgeordneter für Dormagen, Grevenbroich und Rom­mers­kirchen möchte sich Heryschek vor allem für eine faire Finanzausstattung der Städte und Gemeinden einsetzen, dem Ehrenamt und dem Vereinswesen mehr Freiräume durch Zu­rück­fahren der Regulierungswut und Bürokratie er­mög­lichen, das Land durch zukunftsorientierte Wirt­schafts­po­litik von der der­zei­tigen Schlusslichtposition im Bund wieder nach vorne bringen, die Schulvielfalt stärken und eine stärker akzentuierte Sicher­heits­po­li­tik ermöglichen.

Bevor André Heryschek aber wirklich antreten kann, muss er bei der CDU-Delegiertenversammlung am 23. Juni gegen seine par­tei­internen Mitbewerber Michael Willmann (Rom­mers­kir­chen) und Heike Troles (Grevenbroich) erst einmal punkten. 46 Wahlmänner und –frauen (je 20 aus Dormagen und Gre­ven­broich und sechs aus Rommerskirchen) treffen die Ent­schei­dung. Das wird nicht leicht fallen, denn die Gre­ven­broi­cher beanspruchen nach einer angeblichen Absprache aus früheren Zeiten das Mandat, nach­dem Wiljo Wimmer gegen Rainer Thiel unterlegen war. Zünglein an der Waage werden die Delegierten aus Rommerskirchen sein. Dass alle Dor­ma­ge­ner Vertreter hinter André Heryschek stehen werden, gilt als sicher.



Auf jeden Fall gab es schon Mal einen Blumenstrauß vom stell­vertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Kai Weber (Foto re.) als Gratulation der Dormagener Mitglieder. Der wanderte weiter mit einem verliebten Kuss an Ehefrau Daniela Hery­schek.

André Heryschek sieht sich auch angesichts des gestrigen, nicht gerade überwältigenden Abstimmungsergebnisses als “Rhei­ni­sche Kämpfernatur“, blickt nach vorne und ist sicher, dass er damit Erfolg haben wird. Dabei verweist er auf die deutlich po­si­tive Leistungsbilanz der Dormagener CDU unter seiner Führung: „Als CDU haben wir bislang weit über 95 Pro­zent der Ab­stim­mungen im Rat und im Hauptausschuss ge­won­nen.“

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Geld sparen bei
Strom und Gas

Energierverbraucher in Dor­magen könnten kräf­tig sparen, wenn sie sich nur den richtigen Ver­sor­ger aus­suchten. Der ört­liche Anbieter, die evd (Ener­gieversorgung Dor­magen GmbH), eine ge­mein­same Tochter der RheinEnergie Köln und der Stadt Dor­magen, ist da nicht un­be­dingt die erste Wahl. Un­sere lo­ka­len Politiker, die im Auf­sichtsrat des Un­ter­neh­mens sitzen, hö­ren das sicher nicht gerne, denn der Haushalt der Stadt pro­fitiert auch von den Ge­winnen der evd. Ein Wechsel zu einem ande­ren Anbieter ist im In­ter­net ganz einfach und vor allem mit keinem Qua­li­täts­ver­lust verbun­den, wenn man nicht un­be­dingt auf eine örtliche Ge­schäfts­stelle Wert legt. Nach einem neuen Ge­setz muss der Anbie­ter­wech­sel innerhalb von drei Wo­chen voll­zogen sein.

Das Vergleichsportal Veri­vox (www.verivox.de) listet allein für Strom bei einem Ver­brauch von 4000 kW/h im Jahr 295 mögliche Tarife auf, die in Dormagen ge­bucht wer­den können. Beim Grund­ver­sorgungstarif belegt die evd Platz 246, das günstigste Ange­bot des lokalen An­bie­ters steht auf Platz 203. Dabei sind weder Tarife mit Vor­auskasse, Kau­tion oder Bo­nus be­rück­sich­tigt. Es gibt also mindestens 202 Tarife anderer Lie­fe­ran­ten, die zum Teil deutlich preiswer­ter sind. So lassen sich im günstigsten Fall knapp 225 Euro im Jahr sparen.

Bei Gas sieht die Situation ähnlich aus: Bei einem Ver­brauch von 20.000 kW/h im Jahr werden 172 Tarife für Dormagen-Mitte aufgelistet. Der Tarif „evd Erdgas on­line“ steht auf Platz 130, der Tarif „evd Erdgas komplett“ auf Platz 136, der Tarif „evd Erdgas klassik“ sogar auf Platz 161 nahe am teuren Ende. Einsparungen von rund 430 Euro im Jahr sind drin, wenn Sie sich den richtigen Anbieter aussu­chen. Auch hier sind weder Tarife mit Kaution, Voraus­kasse oder Bonus berück­sichtigt. (Alle Angaben mit Stand vom 24. Januar 2015)


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